Sa, 25. November 2017

Neuartiges Gerät

27.03.2017 19:53

Mit Vortestern gegen Drogen

Seit zwei Wochen wird in Oberösterreich ein neuartiges Drogenvortestgerät ausprobiert. Das Innenministerium stellte jedem Bundesland einen Apparat zur Verfügung. Bewähren sich diese Kontrollgeräte, so soll die Polizei damit aufgerüstet werden. Punkto Alkohol haben sich die Vortester jedenfalls längst bezahlt gemacht.

Seit 10. März gilt die - Vorsicht, Amtsdeutsch - Speichelvortestgeräteverordnung des Innenministers. Das neue Vortestgerät kann anhand eines Speicheltests sechs chemische Drogenhauptgruppen, von Cannabis über Ecstasy bis hin zu Opiaten, innerhalb von zehn  Minuten feststellen. Bei einem positiven Ergebnis muss der verdächtige Lenker zum Amtsarzt, der über eine Beeinträchtigung entscheidet. Wer erwischt wird, muss mit Strafen von 800 Euro aufwärts rechnen und der Führerschein ist für vier Wochen lang wertlos.

Bisher wurden neun Polizisten in Oberösterreich mit der Handhabung eingeschult, die auch je einen drogenumnebelten Lenker erwischt haben. Oberst Klaus Scherleitner, Chef der Landesverkehrsabteilung, hofft auf eine ähnliche vorbeugende Wirkung wie beim Alko-Vortestgerät.

Klaus Robatsch vom Kuratorium für Verkehrssicherheit meint: "Mit der Drogentestung wird nun eine längst fällige Maßnahme gegen Drogen am Steuer gesetzt." Das ist auch deshalb wichtig, weil der Anteil an Lenkern, die sich mit Suchtgift vollgepumpt hinters Steuer setzen, zunimmt, jener von erwischten alkoholisierten Fahrern hingegen leicht rückläufig ist.

In nackten Zahlen dominieren allerdings immer noch die Schluckspechte: Im Vorjahr wurden in Oberösterreich 4535 betrunkene Lenker angezeigt, aber "nur" 292 Drogenkonsumenten.

Christoph Gantner

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