So, 19. November 2017

Ernüchternder Test

04.03.2017 06:00

Kein Jubel wegen PISA

Sieger sehen anders aus: Das Land OÖ ließ sich die PISA-Ergebnisse für Oberösterreich ausrechnen. In den Naturwissenschaften sind unsere Schüler deutlich besser als der Durchschnitt, in Mathematik gehören sie sogar zu den "Top Ten". Doch ausgerechnet im Lesen geht sich gerade nur noch Durchschnitt aus. LH-Vize Thomas Stelzer war nicht euphorisch.

"Unsere Schüler haben bei der PISA-Studie gute Ergebnisse erzielt. Darüber können wir uns freuen, sie sind aber kein Anlass zum Jubeln. Ich sehe dieses Ergebnis als Basis zum Weiterarbeiten. Immerhin wollen wir, dass unsere Jugend im Wettbewerb mit den Topregionen der Welt gut aufgestellt ist", schlug Noch-Bildungsreferent LH-Vize Thomas Stelzer bei der Präsentation der PISA-"Noten" eine scharfe Gangart ein.

Stelzer sagte auch klar, wo er die Baustellen sieht. Besonders im Argen liegt es bei der  Geschlechterdifferenz: Die Burschen übertreffen die Mädchen in Mathematik um 22 Punkte. Dieser Unterschied ist in allen beteiligten Ländern nur noch in Gesamtösterreich größer! Fast genauso sieht es bei den Naturwissenschaften aus. Stelzer: "Seit Jahren gibt es zahlreiche Spezialprogramme für Mädchen, um diese für Technik zu begeistern. Der Erfolg ist überschaubar. Wir schauen uns das jetzt genau an."

Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer wollte eigentlich Applaus für das  schöne PISA-Zeugnis bekommen, musste sich nun aber rechtfertigen, meinte: "Die Schule kann nicht alles richten. Wenn zuhause nicht gelesen wird, greifen die Kinder auch kein Buch an."
Der nächste PISA-Test findet übrigens schon im kommenden Jahr statt, der Schwerpunkt ist ausgerechnet das Lesen.

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