Do, 23. November 2017

Veraltete Technik

20.02.2017 05:00

Die 91 Kameras am Bahnhof sind wenig hilfreich

Masse muss nicht immer Klasse sein! Das gilt leider auch für die Videoüberwachung auf dem Linzer Hauptbahnhof. Den Gewalt-Hotspot der Landeshauptstadt überwachen zwar insgesamt 91 Kameras, doch die meisten Geräte haben schon 13 Jahre auf dem Buckel und liefern alles andere als brauchbare Bilder für die Polizei.

40 Videokameras in den Bahnsteigbereichen, 32 im Untergeschoß und 19 im Erdgeschoß.  "Big Brother" ist laut Angaben der ÖBB am Linzer Hauptbahnhof allgegenwärtig. Der Haken an der Sache: Die meisten der insgesamt 91 Kameras wurden beim Bau der Verkehrsdrehscheibe 2004 installiert. Die durchwegs 13 Jahre alten Geräte liefern im Fall des Falles daher kaum brauchbare Bilder zur Klärung von Straftaten.  So trug etwa das Videomaterial nur bedingt zur Überführung des Mörders einer Taxifahrerin im April 2015 bei.
Die Bilder des am Bahnhof eingestiegenen Täters waren extrem unscharf. Lediglich die markante Glatze des Verdächtigen war damals  erkennbar, das Gesicht aber nicht.

Unterstützung angeboten
"Leider sind die am Bahnhof installierten Kameras nicht auf dem aktuellen Stand der Technik. Wir sind mit den ÖBB in Kontakt und haben Unterstützung bei der Modernisierung der Anlage angeboten", sagt der Linzer Stadtvize Detlef Wimmer von der FPÖ. Der Sicherheitsstadtrat war zuletzt am  40.000 Euro teuren Update der Kameras in der  Altstadt federführend beteiligt.
Wimmer  will zudem vor der nächsten Gemeinderatssitzung am 2. März einen weiteren runden Tisch zur Situation am Bahnhof einberufen. Teilnehmen sollen SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger, Vertreter der Polizei, der ÖBB, Integrationsstadträtin Karin Hörzing (SPÖ) sowie Integrationsexperten.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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