Mo, 20. November 2017

Wachkoma-Fall

15.02.2017 00:02

„Ich hoffe, die Isabella überlebt das!“

Der Linzer Harald F. (58) ist verzweifelt und fordert Aufklärung. Seine Frau liegt auf der Intensivstation der Barmherzigen Schwestern im Wachkoma. Die 60-Jährige hatte sich zuvor wegen einer Routinebehandlung bei den Barmherzigen Brüdern in Spitalsbehandlung begeben, während der sie in einen lebensbedrohlichen Zustand fiel.

Ihre Frau kam am 3. Jänner zur Behandlung der Nervenkrankheit Polyneuropathie auf die Neurologie-Station der Barmherzigen Brüder.
Geplant war eine Routinebehandlung mit Elektrotherapie und Infusionen, wie sie es auch in der Vergangenheit mehrfach machen ließ, wenn sie Schmerzen hatte.

Diesmal gab es aber Probleme mit Tabletten, die sie offenbar nicht vertragen hat?
Sie hatte plötzlich Blut im Stuhl, konnte nicht mehr gehen und hatte Ausschläge am ganzen Körper. Sie wollte die Tabletten nicht mehr einnehmen, weil ihr davon schon ganz schlecht war und sie hat dann auch nichts mehr gegessen. Einmal war sie richtig zugedröhnt, hat lauter Unsinn geredet. Als ich mich bei einer Krankenschwester darüber beschwert hab', meinte die, dass Isabella die Tabletten verlangt haben soll.

Am 26. Jänner hat sich der Zustand akut verschlechtert.
Ab dem 23. musste sie künstlich beatmet werden. Am 26. konnte sie in der Früh auch nicht mehr reden. Am Nachmittag lag sie plötzlich bei den Barmherzigen Schwestern auf der Intensivstation. Sie hatte 42,5 Grad Fieber und zuvor Blut gespuckt. Mich hat niemand informiert und keiner hat bisher erklärt, was schiefgelaufen ist. Ich will aber wissen, ob Behandlungsfehler passiert sind, darum hab’ ich den Patientenanwalt eingeschaltet.

Warum glauben Sie an einen Behandlungsfehler?
Ein Arzt bei den Schwestern hat am 26. gesagt, dass bei den Brüdern etwas schief gelaufen ist und er sich den Krankenakt bringen lässt. Als ich ihn am 30. darauf angesprochen hab', hat er nur mit den Schultern gezuckt.

Wie geht es Ihrer Frau jetzt?
Sie liegt weiter im Wachkoma, am Donnerstag braucht sie einen Luftröhrenschnitt, hoffentlich überlebt sie das.

Interview: Jürgen Pachner

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden