So, 19. November 2017

Tragischer Unfall

15.01.2017 18:48

18-Jährige verbrannte hilflos in ihrem Auto

Schock im Mühlviertel: Bei einem Verkehrsunfall verbrannte Nadine E. (18) in ihrem Heimatort Aigen-Schlägl im Wrack. Viele kannten die junge Mühlviertlerin, sie war Kassierin am Hochficht-Skilift.

"Ich hab’ Schnee geschaufelt und einen Tuscher gehört, dann hat es schon gebrannt. Ein Bursch wollte noch einen Feuerlöscher holen. Es gab aber keine Möglichkeit mehr, zu helfen", sagt Hermine Weinhauser, die Sonntagfrüh Zeugin des Horrorunfalls in der Ortschaft Schindlau geworden ist. Der Wagen von Nadine E. (18) war in einer Rechtskurve am Schnee zuerst gegen die Leitplanke und dann gegen den Pkw einer 49-Jährigen aus Klaffer geprallt. Sofort fing der Wagen der 18-Jährigen - die sich nicht mehr befreien konnte - Feuer, das auf den Wagen der Unfallgegnerin übergriff. Diese konnte aussteigen und wurde von Zeugen aus der Gefahrenzone gebracht.

"Hilfe war leider nicht mehr möglich"
Feuerwehrleuten aus Aigen und Ulrichsberg stockte der Atem, als sie bei ihren Löscharbeiten  bemerkten, dass sich  in dem brennendem Wrack noch ein Mensch befindet. "Hilfe war leider nicht mehr möglich", sagt Feuerwehrkommandant Thomas Stockinger aus Aigen - die Helfer hatten geglaubt, beide Lenkerinnen wären in Sicherheit. "Warum das Auto der Frau zu brennen begonnen hat, ist uns selbst ein Rätsel", so der Kommandant.

Die Bestürzung über den Unfalltod von Nadine E., die am 6. März  ihren 19. Geburtstag gefeiert hätte, ist groß. Viele kannten die Mühlviertlerin, die  seit Dezember als Kassierin bei den Hochficht Bergbahnen arbeitete. Vor der Abfahrt hatte sie noch mit einer Kollegin telefoniert. "Wir haben uns gewundert, dass sie nicht an ihrem Arbeitsplatz am Schwarzenberglift erschienen ist und nicht erreichbar war", sagt Hochficht-Betriebsleiter Thomas Lauß. Als die Kollegen vom Unfall erfuhren, brachen  sie in Tränen aus. "Für uns ist das ein enormer menschlicher Verlust - Nadine war sehr beliebt."

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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