Mo, 21. Mai 2018

Wurden 2012 entführt

21.12.2016 15:35

Taliban-Geiseln: "Sind in Albtraum gefangen"

Die radikalislamischen Taliban haben in der Nacht auf Dienstag eine neue Videobotschaft ihrer langjährigen Geiseln Caitlin Coleman und Joshua Boyle veröffentlicht. Das Paar - sie US-Amerikanerin, er Kanadier - war 2012 während einer Wanderung in Afghanistan entführt worden. Coleman war damals schwanger und hat seitdem zwei Kinder zur Welt gebracht. Die Kinder sind in dem Video ebenfalls zu sehen.

In zwei rund zweiminütigen Botschaften liest Coleman eine Stellungnahme vor, in der sie die US- und die kanadische Regierung um Hilfe bittet. Sie seien in einem "kafkaesken Albtraum" gefangen. Eine vierjährige Gefangenschaft sei zu lang und zeige Versagen auf jeder Seite. "Meine Kinder sehen ihre Mutter entehrt", so Coleman.

Im August hatten die Islamisten schon einmal eine Botschaft ihrer Gefangenen veröffentlicht. Damals hatte Coleman im Namen der Taliban einen Stopp der Hinrichtungen von Taliban in afghanischer Gefangenschaft gefordert. Sonst würden sie getötet.

Familie der Entführten erleichtert, sie leben zu sehen
Die Familie von Caitlin Coleman zeigte sich gegenüber ABC News im ersten Moment erleichtert, ihre Tochter und ihre Enkelkinder lebend zu sehen. Aber: "Es werden wieder einmal traurige Weihnachten für uns."

Caitlin hatte immer den Christbaum geschmückt. Seit sie entführt wurde, hat die Familie keinen Baum aufgestellt. "Ich appelliere an den Präsidenten der Vereinigten Staaten, etwas zu unternehmen", so Vater Jim Coleman. Und Mutter Lyn fügte hinzu: "Ich hoffe auf ein Weihnachtswunder."

Michaela Braune
Michaela Braune

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