Mo, 20. November 2017

GLS-Pleite

10.11.2016 16:31

„Geld noch vor Weihnachten“

Die Stimmung ist gedrückt, immer wieder fließen Tränen, die Masseverwalter Peter Shamiyeh und René Lindner sind im Dauerstress. Unter Hochdruck wird daran gearbeitet, die in die Pleite gerutschte GLS aus Perg als "Schrumpf-Variante" weiterzuführen. Keine Hoffnung gibt es für Tochterfirma RW.

Bei der GLS-Tochterfirma RW Montage steigt heute die Betriebsversammlung, in der die zuletzt 64 Beschäftigten über das Aus informiert werden. Harald Dietinger, Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz, will so bald als möglich die Anträge beim Insolvenzentgeltfonds einreichen. "Ich will dafür sorgen, dass noch vor Weihnachten Geld fließt", betont Dietinger, der wie das AMS von der Pleite überrascht wurde. Die Löhne der Arbeiter, die Mitte November ausbezahlt worden wären, bleiben ja vorerst offen - obendrein noch das Weihnachtsgeld für die 285 Mitarbeiter, die die GLS und RW zusammen zählen.

"Masseverwalter sind auf einem sehr guten Weg"
Ungewiss ist das Schicksal der GLS. Die Baufirma, die beim Einreichen des Sanierungsantrags 221 Mitarbeiter hatte, soll auf die Hälfte geschrumpft werden. Gerade im Winter werden ohnehin weniger Bauarbeiter als sonst benötigt. Allerdings dürfte auch in der Verwaltung radikal gespart werden müssen "Die Masseverwalter sind auf einem sehr guten Weg", sagt Schuldnervertreter Martin Stossier. Auch von den Banken wurde erstes Geld  freigegeben, um den Betrieb fortzuführen. Stossier: "Es gibt einige Termin-Baustellen."

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