Do, 14. Dezember 2017

60-Kilo-Keiler

18.10.2016 09:40

Wildschwein löste auf der A 7 zwei Unfälle aus

Oink! Den Schock ihres Lebens erlebte eine 26-jährige Mühlviertler Autofahrerin, als sie nachts auf der Mühlkreisautobahn bei Engerwitzdorf unterwegs war: Plötzlich stand ein verirrtes Wildschwein da! Das Auto ist ein Wrack, die Lenkerin und zwei Beifahrer sind unverletzt - der Keiler tot. Es war bereits der zweite  Unfall hintereinander, den der wilde Eber  verursacht hatte.

Der ungewöhnliche Unfall passierte am Sonntag um 21.18 Uhr: Sandra (26) aus Engerwitzdorf  war mit zwei Männern (22 und 23 Jahre) an Bord heimwärts unterwegs, fuhr laut eigenen Angaben mit Tempo 100. Plötzlich stand ein Wildschwein-Eber, im Fachjargon Keiler genannt, auf der rechten Fahrbahnseite. Der Seat Ibiza prallte frontal gegen das 60-Kilo-Tier.

Der Lenkerin  gelang es, trotz ausgelösten Airbags  ihr schwer beschädigtes Auto am Pannenstreifen abzustellen. Christian Bötig, Kommandant der Feuerwehr Schweinbach, lobte ihre gute Reaktion: "Wenn die Lenkerin nicht so vorbildlich die Spur gehalten hätte, hätte dieser Unfall weit schlimmer enden können." So blieben die Lenkerin und ihre beiden Mitfahrer unverletzt,  die junge Frau erlitt aber einen ordentlichen Schock.

"Wiederholungstäter"
Das tote Wildschwein wurde von einem  Jäger abtransportiert. Laut Polizei war der Keiler ein "Wiederholungstäter". Bereits eine Nacht zuvor hatte es wegen ihm einen Sachschadenunfall gegeben, als ein Autofahrer dem verirrten Wildschwein ausgewichen war und bei diesem Manöver die Leitschiene touchiert hatte.

Vergangene Jagdsaison gab es bei uns 24 Schwarzkittel, die als Fallwild, sprich auf der Straße, getötet wurden. "Jäger erlegten 1409 Wildschweine", weiß Christopher Böck vom oö. Landesjagdverband. Zum Vergleich: In Niederösterreich wurden mehr als 20.000 Wildschweine getötet.

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