Mi, 13. Dezember 2017

Nach Deckensenkung

28.12.2015 21:09

Bosruck-Tunnel wird Langzeitbaustelle

80 Millionen Euro kostete die Sanierung, nur 17 Tage nach der Öffnung der zweispurigen Bosruck-Röhre in Richtung Linz bremste eine Deckenabsenkung die Autofahrer: Es darf seither nur im "Kriechgang" mit 60 km/h durch den Tunnel gefahren werden. Und das wird noch länger dauern, da sich die Sanierung verzögert.

Die Asfinag war davon überzeugt, den Schaden in einer der beiden Röhren des Bosruck-Tunnels innerhalb von vier Wochen noch vor Weihnachten beheben zu können. Doch daraus wurde nichts: "Weil wir noch immer nicht wissen, warum sich bei einer der elf Fluchtnischen die Decke auf einer Länge von zehn Metern um zehn Zentimeter gesenkt hat", erklärte die Asfinag.


Bekanntlich war es am 3. November zu dieser Panne gekommen, die eine dreitägige Sperre der erst 17 Tage zuvor, am 17. Oktober, feierlich freigegebenen Röhre Richtung Linz zur Folge hatte. Die 60 Tonnen schwere marode Zwischendecke wurde gepölzt, der Verkehr daraufhin wieder zweispurig freigegeben. Statt mit ursprünglich 100 km/h darf diese Röhre seither sicherheitshalber aber nur noch in Langsamfahrt mit Tempo 60 passiert werden.


Wann nun mit der Reparatur der zuvor um 80 Millionen Euro sanierten Röhre begonnen werden kann, ist derzeit noch völlig offen. "Das wird irgendwann im nächsten Jahr sein", so die Asfinag, die auch bei den erwarteten Sanierungskosten vorsichtig bleibt: Man gehe von mehreren 100.000 Euro aus. Wer für den Schaden verantwortlich ist und diese Kosten übernehmen muss, ist ebenfalls unklar, solange es keine exakten Expertisen zur Ursache gibt. Damit wird die Panne im Bosruck-Tunnel - dem sichersten Tunnel Europas - nun zur Langzeitbaustelle.

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