Do, 26. April 2018

Keramik-Manufaktur

15.04.2006 19:29

Tönerner Moment des Innehaltens

Seit rund einem Jahrzehnt gibt es in einem Hinterhof in der Linzer Altstadt eine „Keramikmanufaktur“, dort hat die Keramikerin Charlotte Wiesmann ihre Werkstatt. Sie ist auf Kunst aus Ton und Keramik für „Kunst am Bau“ spezialisiert. Und sie öffnet ihr Altstadtatelier auch gerne für Hobbykeramiker.

Charlotte Wiesmann (43) stammt aus Grafenau. Nach einer Lehre kam sie an die Linzer Kunstuni. Heute bewegt sich Wiesmann zwischen angewandter Keramik und keramischen Experimenten. Wiesmann hat „Kunst am Bau“ um einen Gedanken erweitert: „Ich möchte auch die Bewohner miteinbeziehen.“ In Workshops mit der Künstlerin entstanden Keramikscheiben, die nun die Wände von Seniorenheimen zieren.

In ihrer Kunst geht Wiesmann an Ursprünge zurück: „Ich verwende das Material Ton meist unglasiert.“ Eine besondere Tonmischung, die nach dem Brand hell und frisch wirkt, gibt den Werken einen fragilen Charakter. Die neuesten Arbeiten imitieren Schriftzüge aus Leuchtstoffröhren: „Der gebrannte Ton lässt einen Moment des Innehaltens verwirklichen.“

Offenes Atelier in der Hofgasse 3 nach Vereinbarung unter  0 732/77 81 56

 

 

 

Foto: Chris Koller

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