Di, 17. Oktober 2017

Kurz vor der Pleite

21.04.2015 08:41

Elon Musk wollte Tesla an Google verkaufen

Tesla-Chef Elon Musk wollte seine Elektroautofirma vor zwei Jahren an Google verkaufen. Im März 2013 habe Musk mit dem Projekt vor der Pleite gestanden und mit Google-Gründer Larry Page einen Übernahmeplan ausgehandelt, berichtete der Finanzdienst Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Demnach drohte Teslas Krise Ende 2012 existenziell zu werden: Eine Abwärtsspirale aus verfehlten Verkaufszielen, Lieferverzögerungen und sinkendem Aktienkurs habe Musk drastische Maßnahmen ergreifen lassen. In der ersten Märzwoche 2013 habe er Google-Chef Page kontaktiert, um einen Deal zu machen.

Musk soll vorgeschlagen haben, dass Google Tesla für sechs Milliarden Dollar (fünf Milliarden Euro) komplett schluckt und weitere fünf Milliarden in die Produktion steckt. Musk forderte angeblich zudem eine Garantie, dass Google die Firma nicht aufgebe, bevor Tesla die dritte Fahrzeuggeneration entwickelt habe. Er selbst wollte acht Jahre lang die Geschäfte führen.

Absatzboom machte Rettung überflüssig
Page habe die Vorschläge im Großen und Ganzen akzeptiert und den Deal abgenickt, heißt es in dem Bericht, der einer Musk-Biografie entstammt, die in Kürze erscheint. Allerdings hätten die Parteien noch um die Details gefeilscht als wenig später ein Absatzboom bei Tesla einsetzte und sich der Aktienkurs in wenigen Wochen verdoppelte. Musk brauchte dann keinen Retter mehr.

Heute hat Tesla einen Börsenwert von etwa 26 Milliarden Dollar. Google forscht indes ebenfalls intensiv an Alternativen für den Automarkt. Allerdings steht dabei vor allem autonomes Fahren im Fokus. 2014 präsentierte Google einen Prototyp für ein fahrerloses Roboterauto. Als potenzieller Käufer von Tesla wurde unter Börsianern statt Google bisher eher der Smartphone-Konzern Apple gehandelt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden