Mo, 21. Mai 2018

Krieg in der Ukraine

29.01.2015 12:39

Kiew motiviert Soldaten mit Abschussprämien

Im Kampf gegen die prorussischen Separatisten in der Ostukraine hat die prowestliche Regierung in Kiew Abschussprämien für ihre Soldaten eingeführt. Einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss zufolge zahlt der Staat für ein vernichtetes Fahrzeug der Aufständischen umgerechnet 600 Euro. Zerstörte Panzer werden mit 2.400 Euro belohnt, und für ein abgeschossenes Kampfflugzeug soll es 6.000 Euro geben.

Zusätzlich will die Regierung den Soldaten für jeden Tag im Kampfeinsatz 50 Euro zahlen. Ob das Geld auch tatsächlich ausbezahlt wird, ist eine andere Frage, denn Armeeangehörige klagen oft darüber, dass der finanziell klamme Staat ihnen den Sold schuldet.

Im Bürgerkriegsgebiet berichteten die Konfliktparteien erneut von gegenseitigem Beschuss. Vor allem bei dem Verkehrsknotenpunkt Debalzewo nordöstlich der Großstadt Donezk gebe es heftige Gefechte, sagte Separatistenführer Eduard Bassurin.

Das Militär in Kiew warf den Aufständischen Dutzende Angriffe auf Soldaten vor, bei denen allein zwischen Mittwochmittag und Donnerstagmittag elf weitere Menschen getötet worden. Unter den Opfern waren sechs Zivilisten und fünf ukrainische Soldaten. In dem seit neun Monaten andauernden Konflikt fanden bereits mehr als 5.000 Menschen den Tod.

EU will Sanktionen gegen Russland ausweiten
Als Reaktion auf die Separatisten-Offensive wollen die EU-Außenminister bei ihrem Krisentreffen am Donnerstag die Sanktionen gegen Russland ausweiten. Die Minister werden die EU-Kommission auffordern, binnen einer Woche Vorschläge zur Erweiterung der Sanktionsliste auszuarbeiten. Außerdem sollen die bereits seit der russischen Besetzung der Krim vor knapp einem Jahr geltenden Einreiseverbote und Kontensperren nicht auslaufen, sondern bis Dezember verlängert werden.

Russland reagierte auf die Nachricht mit einer Warnung an den Westen: Eine Ausweitung der Sanktionen wäre sinnlos und schade allen, meinte der stellvertretende Ministerpräsident Arkadi Dworkowitsch.

Gorbatschow warnt den Westen vor bewaffnetem Konflikt
Angesichts der Krise hat sich auch der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow zu Wort gemeldet und den Westen vor bewaffneten Auseinandersetzungen mit Russland gewarnt. "Wohin wird uns das alles führen?", fragte Gorbatschow. "Leider kann ich nicht sicher sagen, dass ein Kalter Krieg nicht zu einem 'heißen' führen wird - ich fürchte, sie könnten dies riskieren", ergänzte der 83-Jährige gegenüber Interfax offenbar mit Blick auf Washington.

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