Do, 22. Februar 2018

Facebook

20.01.2015 12:00

"Wollen Messenger nicht mit Werbung zukleistern"

Facebook will sich Zeit mit dem Geldverdienen in seinem Kurznachrichtendienst Messenger lassen. "Wir wollen die App nicht mit Werbung zukleistern", der Komfort für Nutzer habe Vorrang, sagte der zuständige Facebook-Manager David Marcus am Rande der Internetkonferenz DLD in München.

"Wenn es uns egal wäre, könnten wir das machen - und bei 500 Millionen Nutzern jede Menge Geld verdienen." Facebook habe aber keine Eile, mit dem Messenger Umsätze zu erwirtschaften. Eine Überlegung für die Zukunft sei aber, Unternehmen einen Kanal zur Kommunikation mit Kunden über den Messenger zu geben und sie dafür bezahlen zu lassen. Spekulationen über eine Integration von Bezahlfunktionen in den Messenger dämpfte Marcus dagegen: "Wir haben derzeit kein Interesse, ein Bezahlgeschäft aufzubauen."

WhatsApp als "eine Art neue Version der SMS"
Marcus bekräftigte zudem, dass der ebenfalls zu Facebook gehörende Kurznachrichtendienst WhatsApp weitgehend unabhängig agiere. WhatsApp behielt den Firmensitz außerhalb des Facebook-Geländes, es gebe wie angekündigt keine Daten-Zusammenlegung, man tausche sich nur regelmäßig über die Strategie aus. "Außerdem ist vereinbart, dass einige neue Funktionen, die wir testen, mit der Zeit bei WhatsApp integriert werden könnten." Das werde auch bei den Ideen zum Geldverdienen der Fall sein.

Messenger soll gesprochene Nachrichten in Text umwandeln
Die Vision sei, WhatsApp mehr für die schnelle Kommunikation mit Grundfunktionen zu positionieren - "eine Art neue Version der SMS". Der Facebook-Messenger solle hingegen mit zusätzlichen Anwendungen und Funktionen wie einer Spracherkennungstechnologie, die gesprochene Nachrichten in Text umwandelt, angereichert werden.

Dabei sei besonders wichtig, dass die Facebook-Software lerne, ganz normal gesprochene Sätze zu verarbeiten, betonte Marcus. "Üblicherweise versuchen die Menschen, besonders klar und deutlich zu reden, wenn sie mit Computern sprechen." Wenn sie kurze Nachrichten füreinander aufnehmen, sei dies nicht der Fall. Facebook erhoffe sich dadurch einen Vorteil.

Aktuell werde die Funktion zur Umwandlung gesprochener Nachrichten in Text in den USA von einem kleinen Nutzerkreis getestet. Wann die finale Version erhältlich sein soll, ist derzeit nicht bekannt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden