Do, 24. Mai 2018

Putin zuversichtlich

18.10.2014 09:32

Gaslieferungen für Ukraine im Winter gesichert?

Russland und die Ukraine haben bei den Bemühungen zur Beilegung ihres Gasstreits Fortschritte gemacht. Der russische Präsident Wladimir Putin sagte am Freitagabend nach einem Vier-Augen-Gespräch mit dem Präsidenten der Ukraine, Petro Poroschenko, dass sie sich zumindest auf die Bedingungen für Lieferungen im Winter geeinigt hätten.

"Wir haben uns auf alle Rahmenbedingungen für diese Vereinbarung verständigt", sagte Putin. Zugleich rief er andere Länder auf, der Ukraine bei der Begleichung ihrer Gas-Schulden zu helfen. Diese beliefen sich auf 4,5 Milliarden Dollar.

Poroschenko sagte, er hoffe, die Einigung könne bis zu einem von der EU vermittelten Treffen am Dienstag in Brüssel festgezurrt werden. Die beiden Länder streiten zum einen über den Preis und zum anderen über die Bezahlung früherer Gaslieferungen. Deshalb drehte Russland der Ukraine im Juni den Gashahn zu. Die Auseinandersetzung könnte sich im Winter auch auf andere Länder auswirken, weil die EU ein Drittel ihres Gases aus Russland bezieht. Die Hälfte davon fließt durch die Ukraine, die im Winter ebenfalls viel Gas benötigen dürfte. Noch am Donnerstag drohte Russland mit einer Verringerung der Gaslieferungen nach Europa, falls die Ukraine die Transit-Pipeline anzapfen sollte.

"Durchbruch in Ukraine-Krise bisher nicht in Sicht"
Die beiden Präsidenten hatten sich während des Europa-Asien-Gipfels in Mailand getroffen. Bei dem Ringen um eine Lösung der Ukraine-Krise als Ganzes wurden allerdings nur geringe Fortschritte erzielt. "Ein Durchbruch ist bisher nicht in Sicht", sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nach mehreren Treffen mit Putin am Rande des Gipfels. Brüsseler Diplomaten zufolge ist derzeit kein EU-Land bereit, die Sanktionen gegen Russland zu lockern.

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