Fr, 15. Dezember 2017

Am 8. Dezember

28.11.2013 13:47

Iran: IAEO wird Teil des Arak-Reaktors inspizieren

Die iranische Regierung hat Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) zur Inspektion des umstrittenen Schwerwasserreaktors Arak eingeladen. Der Besuch sei für den 8. Dezember vorgeschlagen worden, teilte IAEO-Chef Yuyika Amano am Donnerstag in Wien mit. Zuletzt hatten IAEO-Inspektoren die Anlage im August 2011 in Augenschein genommen.

Amano betonte vor den Vertretern von 35 Ländern die Bedeutung dieser einzelnen Schritte, forderte den Iran aber zugleich zu weiterem Entgegenkommen auf. Der Iran müsse die internationalen Vereinbarungen über Kontrollmaßnahmen in vollem Umfang umsetzen. "Es ist ein wichtiger Schritt vorwärts, aber es bleibt viel zu tun", so Amano vor dem Gouverneursrat.

Einladung ist Folge des Atom-Abkommens
Mit der Einladung erfüllt der Iran eine seiner Verpflichtungen aus dem am Sonntag getroffenen Atom-Abkommen mit den fünf UN-Vetomächten (USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China) und Deutschland (siehe Infobox). Der Schwerwasserreaktor in Arak wird vom Westen kritisch beäugt, weil darin in der Theorie waffenfähiges Plutonium hergestellt werden kann. Dem Abkommen vom Sonntag zufolge darf Teheran Arak in den kommenden sechs Monaten nicht hochfahren oder Brennelemente dorthin transportieren.

Seit 2006 keine Detailpläne des Reaktors mehr gesehen
IAEO-Experten haben der Anlage in der Vergangenheit regelmäßig Besuche abgestattet, doch seit 2006 habe die Behörde keine aktuellen Detailpläne über das Projekt erhalten, heißt es in Wien. Die nun eingegangene Einladung zur Inspektion befolgt auch eine Vereinbarung zwischen Teheran und IAEO-Chef Amano vom 11. November, mit der sich der Iran zu mehr Transparenz hinsichtlich seines Atomprogramms verpflichtete.

Der Westen und Israel verdächtigen die Islamische Republik, unter dem Deckmantel der zivilen Kernkraftnutzung, nach der Atombombe zu streben. Das Abkommen vom Sonntag sieht unter anderem vor, dass der Iran sein Programm zur Urananreicherung erheblich einschränkt. Im Gegenzug sollen erste Sanktionen des Westens gelockert werden. Binnen sechs Monaten soll dann ein dauerhaftes Abkommen ausgehandelt werden, um den Atomkonflikt beizulegen.

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