Fr, 24. November 2017

Kind übersehen

03.05.2011 08:43

Vater überfährt seinen einjährigen Sohn mit dem Auto

Es ist der Albtraum jeder Eltern: das eigene Kind zu überfahren. Genau das ist einem Vater aus St. Pantaleon im Innviertel passiert. Die ganze Familie stand nach dem tragischen Unfall unter Schock. Nach einigen furchtbaren Stunden die gute Nachricht: Der kleine Bub (1) überlebt.

"Ein Wunder, dass da nicht mehr passiert ist", staunt der Arzt im Landeskrankenhaus Salzburg, als der 16 Monate alte Bub eingeliefert wird. Er muss zwar auf die Intensivstation, ist aber außer Lebensgefahr.

Der Kleine war hinter seinem Vater (46) aus dem Haus in St. Pantaleon gelaufen, der Druckereihelfer fuhr, ohne den Buben zu bemerken, mit dem Jeep rückwärts aus dem Carport. Hinter dem Wagen stand aber der Sohn, er wurde beim Ausparken von den schweren Rädern überrollt. Sein Vater fühlte den Ruck und hörte die Schreie seines Einjährigen.

Dann ging alles Schlag auf Schlag. Die ganze Familie lief zusammen, die Rettung wurde alarmiert, das Kind wurde in den Hubschrauber geladen. Der "C6" flog den Buben ins LKH Salzburg: "Wir wussten nicht, wie arg es ihn erwischt hatte, brachten ihn so schnell wie möglich ins Spital", so der Pilot. Der Bub war ansprechbar.

Die ersten Stunden nach dem Unfall waren für die Eltern, vor allem für den Vater, die Hölle. Die Großmutter des Kindes erzählt: "Wir sind alle verzweifelt herumgewuselt, den Hund mussten wir einsperren, weil er so verstört war." Dann gab das Krankenhaus Entwarnung: Der Bub wird überleben.

von Jasmin Gaderer, "OÖ Krone"

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