Do, 23. November 2017

Frühling im Winter

15.01.2011 17:22

Auf die Flut folgt wärmster Jänner seit 18 Jahren

In Oberösterreich hat sich die Flut bereits wieder zurückgezogen, es herrscht aber Bangen vor Wassermassen aus Bayern: Dort erreichte das Hochwasser erst Samstagmittag seinen Höhepunkt. Im Land ob der Enns folgt auf Überschwemmungen nun der wärmste Jänner seit 18 Jahren: zwei Tage lang bis zu zwölf Grad plus!

In Linz und Mauthausen waren die nach der Jahrhundertflut im Sommer 2002 errichteten Hochwasserdämme aktiviert worden, in anderen Regionen sorgten neu geschaffene Reduktionsräume dafür, dass die Überflutungen nur geringe Schäden anrichteten. Am Samstag sanken in Oberösterreich die Wasserspiegel aller Flüsse, während die Donau von Regensburg bis Passau dramatisch anstieg. Ob das verzögert bei uns zu neuerlichen Überflutungen führen wird, wollte niemand prognostizieren.

Der Temperaturanstieg mit Regen und Schneeschmelze führte zu Problemen in vielen Skiregionen. Dass die weiße Pracht im Jänner so dahinschmilzt, ist ein eher seltenes Phänomen. Zuletzt war es bei uns am 16. Jänner 1993 so warm, als in Linz plus elf und in Kirchdorf plus 15 Grad gemessen wurden. "Eigentlich sollte jetzt die kälteste Zeit des Jahres sein – aber das sind Temperaturen wie normalerweise im März", erläutert Michael Butschek von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

Der "Frühling im Winter" soll bis Montag anhalten, dann sinken die Temperaturen wieder auf Winterkälte.

von Jasmin Gaderer und Johann Haginger, "OÖ Krone"

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