Mo, 11. Dezember 2017

"OÖ Inoffiziell"

05.01.2011 18:21

Westring-Debatte zieht sich wie ein Strudelteig

Regierungschef Werner Faymann (SPÖ) geht mit aller Klarheit in die nächste Verhandlungsrunde mit Oberösterreichs Polit-Spitze am kommenden Montag: "Es gibt einen Unterschied zwischen der Zeit vor einer Wirtschaftskrise und der Zeit danach. Die Einnahmen der Republik sind jetzt geringer. Das können wir nicht ignorieren. Die Infrastruktur des Landes soll in Rekordtempo aufgebaut werden, aber eben mit den Mitteln, die auch vorhanden sind", teilt Faymann der "OÖ-Krone" exklusiv mit.

Das mit der Klarheit war eher ironisch gemeint, wie wohl auch das vom Kanzler angesprochene "Rekordtempo": Abzeichnen tut sich genau das Gegenteil, nämlich dass sich die Verwirklichungsphase des Westrings (nach dem seit 30 Jahren währenden "Diskussionsprozess") ziehen wird "wie ein Strudelteig".

Das kann man vor allem daraus schließen, dass derzeit besonders intensiv geprüft wird, wie sich Etappenlösungen und zeitliche Erstreckungen auf Verfahren und Einspruchsmöglichkeiten auswirken würden.

Nur die Brücke kommt
Daher bieten wir hier eine Wette: Nur die vierte Donaubrücke kommt, mit Spatenstich bis 2015. Und dann lange nichts. Für Oberösterreichs Landesfinanzen und die Linzer Stadtkasse wäre das (vorerst) nicht so schlecht: 15 Prozent von (über den Daumen) 150 Millionen Euro für eine Brücke sind weit weniger als 15 Prozent für ein (mit Indexsteigerung) komplettes 650-Millionen-Projekt.

Gut 23 Millionen Euro Mitfinanzierung versus 97,5 Millionen - das würde den Obolus von Josef Pühringer und Franz Dobusch bei Werner Faymann, Josef Pröll und Doris Bures wohl weniger schmerzhaft machen. Den Rest zahlen die Erben. Irgendwann.

von Werner Pöchinger, "OÖ Krone"

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