Sa, 25. November 2017

300 Tonnen gelagert

20.12.2010 08:22

Nach Feuerwerks-Affäre droht Anzeige gegen BH

Weite Kreise könnte die Affäre um 300 Tonnen illegal gelagerte Feuerwerkskörper in Tiefgraben bei Mondsee ziehen. Die BH Vöcklabruck, die schon länger von den Missständen gewusst haben, aber nur "lasch" vorgegangen sein soll, könnte eine Anzeige wegen des Verdachts des "Missbrauchs der Amtsgewalt" ausfassen.

Wie berichtet, kommt auf den Gremialvorsteher der oberösterreichischen Pyrotechniker, Peter Schickl, ein Verfahren wegen "vorsätzlicher Gemeingefährdung" zu. Er soll 300 Tonnen Feuerwerkskörper auf dem Gelände seiner Firma offen zugänglich und schlecht gesichert gelagert haben.

Außerdem war die Genehmigung für das Lager schon eineinhalb Jahre abgelaufen, und selbst mit Bewilligung hätte maximal ein Sechzigstel der Menge (also fünf Tonnen) dort liegen dürfen. "Ob du jetzt ein Kilo oder eine Tonne zu viel hast, ist aber für die Anzeige egal, sobald die zulässige Höchstmenge überschritten ist", sieht sich Großhändler Schickl als Opfer der Gesetzeslage.

Doch da der zuständige Beamte der BH Vöcklabruck sich nach der Anzeige des Verdachts mehr als einen Monat Zeit bis zum ersten Lokalaugenschein gelassen haben soll und – als Entminungsdienst, Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt zwei Tage später tätig wurden – noch eine Drei-Wochen-Frist zur Räumung des brisanten Lagers gewähren wollte, droht eine Anzeige wegen Amtsmissbrauchs. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

von Markus Schütz, "OÖ Krone"

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