Mi, 22. November 2017

„Mutiger werden“

20.10.2010 15:49

Ackerl will Reichensteuer für Uni-Finanzierung

"Wir wollen, dass unsere Jungen in Oberösterreich studieren können", verlangt SPÖ-Landesparteichef Josef Ackerl angesichts der Finanznot der Fakultäten, eine Reichensteuer zur Rettung der Unis einzuführen. Zudem fordert er von den Landespolitikern, gegenüber dem Bund geschlossener aufzutreten.

"Wir müssen bei den Mehreinnahmen mutiger werden", fordert Ackerl auch angesichts der leeren Uni-Budgetbörseln (im Bild Studentenversammlung in Linz), das Einkommen jener Oberösterreicher, die pro Jahr mehr als 350.000 Euro auf ihr Konto verbuchen, zusätzlich zu besteuern. Immerhin gehe der Anteil der Studierenden aus bildungsferneren Schichten immer weiter zurück: Zwischen den Jahren 1998 und 2009 sank der Anteil der "Arbeiterkinder" auf den Unis von 26 auf 18 Prozent, auf den Fachhochschulen sogar von 33 auf 23 Prozent.

Schwedisches Modell als Vorbild
"Es muss bei uns doch möglich sein, ein Studium zu finanzieren, ohne dass man dreimal pro Woche arbeiten geht", spricht sich der SPÖ-Chef klar gegen Studiengebühren aus. Wobei er eine Diskussion über das schwedische Universitätssystem ins Auge fasst. Dort bekommt jeder Student eine staatliche Förderung von 777 Euro pro Monat, 35 Prozent werden geschenkt, der Rest ist in Form eines niedrig verzinsten staatlichen Kredites zurückzuzahlen.

Im Gegensatz dazu müssten sich österreichische Studenten gut vier Fünftel ihrer Ausgaben für das Studium selbst finanzieren. Zudem pocht Ackerl etwa beim überparteilichen Vorstoß für eine Meduni in Linz auf mehr Geschlossenheit beim Bund: "Schüchterne Versuche, Appelle und Bitten werden nichts helfen."

Kronen Zeitung

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