Do, 23. November 2017

Teure Unfälle

06.08.2010 09:08

Verkehrsstrafen sollen sich nach Gehalt richten

1,37 Milliarden Euro – so hoch sind die Kosten, die Verkehrsunfälle jedes Jahr in Oberösterreich verursachen. Das hat der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) errechnet und auch gleich eine Forderung parat. Verkehrsstrafen sollen dem Gehaltszettel angepasst werden: "Um auf Besserverdiener abschreckender zu wirken und das Sicherheitsniveau auf den Straßen zu heben." Dafür gibt's herbe Kritik.

Die Autofahrerclubs würden es lieber sehen, wenn endlich die Geldstrafen, die rasende und drängelnde Ausländer bei uns ausfassen, auch eingetrieben würden. So blieben allein im Vorjahr 106.000 im Land ob der Enns geblitzte Verkehrssünder ungeschoren, weil andere EU-Staaten die nachgeschickten Strafzettel um 9,6 Millionen Euro nicht kassierten.

Die Unfallkosten-Berechnungen des VCÖ beinhalten alles, vom Sachschaden über die Bewertung von Leid, Behandlungsaufwand, Krankenstände und auch den volkswirtschaftlichen Schaden eines Todesfalls – jeder Unfalltote wird mit einer Million Euro "in Rechnung gestellt". Das wären im Vorjahr in Oberösterreich 122 Millionen Euro gewesen.

"Einsparvolumen" von zwei Milliarden Euro
Laut der Analyse liegt Oberösterreich bei den Unfallkosten knapp hinter Niederösterreich und an den guten letzten Plätzen Vorarlberg und Burgenland – das ist auch logisch, entspricht fast eins zu eins den Längen der Verkehrsnetze der einzelnen Bundesländer. Bundesweit hat der VCÖ sieben Milliarden Unfallkosten errechnet und ortet bei höherer Verkehrssicherheit ein "Einsparvolumen" von zwei Milliarden Euro.

von Markus Schütz, "OÖ Krone"

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