Do, 23. November 2017

25-Mio.-Euro-Projekt

25.07.2010 19:33

Raiffeisen begleitet 329 Firmen in künftiges Skigebiet

40 Grad Hitze am 700 Meter hohen Soberbash bei Krasnodar in Südrussland, wo’s weder Skier noch Alpinsportler gibt: Es erinnert an den Witz vom Handelsreisenden, der im Polareis Kühltruhen verkauft, als dort Raiffeisen-General Ludwig Scharinger den Grundstein für Liftanlagen samt Schneekanonen legt. Die Landesbank-Giebelkreuzfahne flattert 2.000 Kilometer von Oberösterreich entfernt im heißen Bergwind, als mit warmem Krim-Sekt auf das 25-Millionen-Euro-Projekt angestoßen wird.

„Ab Oktober hat es hier aber kontinuierlich minus 8 Grad, gerade recht für die Schneeproduktion“, rechnet unser Wintertechnik-Generalunternehmer Thomas Jürs mit 105 Betriebstagen pro Skisaison am Soberbash – mit 40 Hektar Pisten, vergleichbar mit dem Hochficht: „Und das nächste Skigebiet ist 350 Kilometer weit entfernt...“

Sotschi am Schwarzen Meer, an der Russischen Riviera, wo die Olympischen Winterspiele 2014 stattfinden, wo Oberösterreichs RLB-Wirtschaftsmission mit 24 heimischen aus Südrussland Firmenchefs die unüberschaubaren Riesenbaustellen besichtigt: 22 Milliarden Euro sollen investiert werden, die österreichische Strabag, die auch das Linzer Musiktheater baut, könnte als Generalunternehmer 150.000 Kubikmeter Beton brauchen, den die Ohlsdorfer Asamer-Austromobil liefern will: „Für den Straßenbau zu den Skigebieten rechnen wir mit weiteren 500.000 Kubikmetern Beton“, ist Asamer-Prokurist Horst Wiener schon gut im Geschäft.

„Wir begleiten 392 Firmen nach Russland“, weiß Ludwig Scharinger, dass man dort Beziehungen und Kontaktleute braucht, die die Sprache sprechen und die Bürokratie kennen. Der Generaldirektor hat deshalb mit dem Regionalgouverneur schriftlich vereinbart, die Finanz- und Wirtschaftsbeziehungen zu verstärken: „Wenn einer nicht zahlt, wenden wir uns an die Administration, die Gas gibt“, erklärt Scharinger diese Kooperation.

von Richard Schmitt, Kronen Zeitung

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