Mi, 18. Oktober 2017

Ein Dutzend Opfer

07.06.2010 19:35

Hochwasser richtete in OÖ kaum Schäden an

Nur beim "Linzer Auge" ist es mehr als ein blaues Auge gewesen: Das Hochwasser der Vorwoche richtete im Land ob der Enns kaum Schäden an, bei der Oberösterreichischen Versicherung meldete sich erst ein Dutzend Geschädigte. Insgesamt rechnen die Versicherer mit 300.000 Euro Gesamtschaden. Für die Bauern war der viele Mairegen schlimmer als die wenigen Überflutungen.

"Der Meldegrad ist nach dem langen Wochenende noch nicht sehr hoch, wir rechnen aber insgesamt mit 50 bis 70 Schadensfällen durch das Hochwasser. Die endgültige Bilanz wird erst in zwei, drei Wochen stehen", so Helmut Rogl, Direktor der Oberösterreichischen Versicherung. Der Gesamtschaden wird von seiner Anstalt auf schlanke 300.000 Euro geschätzt. "Gott sei Dank war es nicht annähernd so wie 2002", so Rogl.

In der Landwirtschaftskammer sieht man den Mai mit einem weinenden und einem lachenden Auge. "Es war regional sehr unterschiedlich. In Freistadt hatten wir 64 Prozent zu viel Niederschlag, in Gmunden um 38 Prozent zu viel und in Ried fast doppelt soviel Regen wie sonst, aber in St. Wolfgang normal viel. Bei Ackerbau und Getreide schaut's grosso modo gut aus, nur die Grünlandbewirtschafter leiden. Sie sind teilweise drei Wochen hinter dem Schnitttermin", so Christian Krumphuber.

Vom Hochwasser war, wie berichtet, der Bezirk Perg betroffen. Dort waren 1.000 Hektar überflutet, zirka 300 Hektar an Kulturen fallen zu 100 Prozent aus.

von Christoph Gantner, "OÖ Krone"

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