Mi, 22. November 2017

Revierkämpfe

11.04.2010 18:12

Junge Rehböcke werden von älteren Tieren verjagt

Jedes Jahr werden 9.000 Rehe auf Oberösterreichs Straßen getötet. Jetzt im April ist die Gefahr eines Wildunfalls besonders groß: Denn die jungen Rehböcke werden von den älteren verjagt, müssen sich ein neues Territorium suchen und überqueren auf der Flucht häufiger als sonst die Fahrbahnen. Daher ist jetzt Vorsicht geboten.

Im Kampf gegen Wildunfälle wurde im Land ob der Enns schon viel ausprobiert, am erfolgreichsten waren akustische Wildwarngeräte. Auf Teststrecken gab es bei den Unfällen einen Rückgang von 70 bis 90 Prozent. Allerdings trat dann ein Gewöhnungseffekt ein und es musste weiter getüftelt werden: An- und abschwellende Töne sollten das Wild weiterhin davon abhalten, über die Straßen zu laufen.

Jetzt ist man mit der Wirkung der Geräte zufrieden. "Deshalb ist zusammen mit dem Land und den Versicherungen ein Projekt in Vorbereitung, bei dem jedes Jahr eine 50 Kilometer lange Strecke mit Wildwarnern ausgerüstet wird", erklärt der Wildbiologe Christopher Böck vom Landesjagdverband.

Warnschilder stets beachten
"Es ist geplant, dass die Jäger die Geräte warten und sich auch die Straßenmeistereien daran beteiligen. Sobald die Finanzierung geklärt ist, geht es los. Vorgesehen ist die erste Etappe noch heuer."

Böck appelliert auch an die Autofahrer, Warnschilder stets zu beachten. "In Walddurchfahrten sollte man immer bremsbereit sein." Passiert dennoch ein Wildunfall, muss er auch der Polizei gemeldet werden, denn sonst droht eine Anzeige wegen Fahrerflucht.

von Hedwig Savoy, "OÖ Krone"

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