Mo, 20. November 2017

Staat nicht fair?

12.02.2010 15:06

Unternehmen zweifeln an Ausschreibungen

Ausschreibungen der öffentlichen Hand sind den oberösterreichischen Unternehmern suspekt: Bei einer Befragung durch die Wirtschaftskammer meldeten 70 Prozent "grundsätzliche Zweifel" an, dass öffentliche Aufträge fair vergeben würden.

Besonders Firmen "vor Ort" fühlen sich bei Ausschreibungen benachteiligt. Öffentliche Aufträge haben 16 Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt, allein die oberösterreichischen Gemeinden investieren jährlich 400 Millionen Euro.

Bei der Vergabe fühlen sich örtliche Unternehmen oft übergangen, schlecht informiert und mit Ausschreibungsbedingungen konfrontiert, die für sie ungünstig sind. Haftungsübernahmen etwa schrecken 75 Prozent ab.

Region stärken
Die Kammer hat ein Programm ausgearbeitet, mit dem lokale Klein- und Mittelbetriebe besser zum Zug kommen sollen. Ein Hauptpunkt sind Erleichterungen für die direkte Vergabe kleinerer Aufträge, ein weiterer die gesetzliche Verankerung des Bestbieter-Prinzips. Dabei würden lokale Firmen mit kurzen Servicewegen besser abschneiden als entfernte Billigstbieter.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden