Sa, 18. November 2017

Krimi um Linz Textil

12.01.2010 16:02

Kollegen belasten mutmaßlichen Brandstifter

Ex-Kollegen haben den Verdächtigen schwer belastet, in der Linz Textil zumindest zwei der drei Großbrände gelegt zu haben. Am 14. Dezember arbeitete der mutmaßliche Brandstifter unmittelbar dort, wo das Feuer ausbrach. Und am 9. Jänner wurde er von der Überwachungskamera gefilmt. Sein Motiv dürfte Rache gewesen sein: Er war entlassen worden, wodurch er auch die Werkswohnung verloren hat.

Weil der 25-jährige Staplerfahrer, für den die Unschuldsvermutung gilt, weiterhin jeden Zusammenhang mit den Brandlegungen mit 7,2 Millionen Euro Schaden bestreitet, sind die Ermittler auf Indizien angewiesen.

Als er den ersten Brand am 20. Oktober meldete, war der Alarm bereits in der Zentrale eingegangen. Der Raucher könnte das Feuer aber zumindest fahrlässig mit Zigarettenglut verursacht haben.

Seltsame Häufung
Am 14. Dezember hingegen hatte der Verdächtige in der Halle mit einem Stapler Müll zu einem Großcontainer gebracht – kurz darauf brach ausgerechnet genau dort Feuer aus.

Weil er das daraufhin verschärfte Rauchverbot missachtete, wurde er am 18. Dezember gefeuert – und hätte deshalb binnen drei Monaten auch seine nahe gelegene Werkswohnung, in der er mit seiner Freundin lebte, räumen müssen.

Ein klassisches Rachemotiv, aber der Verhaftete leugnet: Er hätte zwar nach einer Lokaltour am 9. Jänner um 3.30 Uhr früh Stapler ramponieren wollen, das Feuer hätte da aber schon ein Unbekannter gelegt gehabt. Doch die Schichtarbeiter sahen keinen Fremden.

von Johann Haginger, "OÖ-Krone"
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