Sa, 18. November 2017

„Alibi“ vor Gericht

09.12.2009 17:50

Klagen häufen sich: Winterdienst heuer mit GPS unterwegs

Ab Freitag regiert Väterchen Frost im Land ob der Enns. Eine Kaltfront sorgt für eine gehörige Wetterumstellung, auf den Bergen könnte es bis zu 30 Zentimeter Schnee geben. Der Winterdienst ist gerüstet, die Lager sind mit 43.400 Tonnen Salz gefüllt. Dennoch ziehen immer mehr Autofahrer gegen Streudienste vor Gericht.

In 114 Hochsilos sind 19.400 Tonnen Auftausalz eingelagert, in 20 Hallen liegen 24.000 Tonnen parat. „Wir sind bestens gerüstet“, freut sich LH-Vize Franz Hiesl. Seit dem Vorjahr hat das Land das alleinige Kommando über den Streudienst. Die erhofften Vorteile: Lenker sollen beim Fahren nicht mehr von unterschiedlichen Streu-Standards in den einzelnen Gemeinden überrascht werden.

Dennoch gibt es jedes Jahr Ärger: Bis zu 20 verunfallte Autolenker klagen, weil die Straßen nicht genügend wintersicher gewesen seien. Deshalb werden einige Winterdienstfahrzeuge heuer eigens mit GPS-Datenerfassungsgeräten ausgestattet. Sie sollen eventuell als „Alibi“ vor Gericht dienen, wann und wo gestreut worden ist.

Schnee und Kälte
Und das dürfte an den kommenden Tagen bereits notwendig werden: Denn laut ZAMG-Wetterexperte Bernhard Niedermoser  steht uns eine nachhaltige Wetterumstellung bevor. Schneefälle ab Freitag, ab Montag dann weniger Niederschläge, aber Dauerfrost bis Weihnachten. Nachttemperaturen: bis minus 10 Grad.

von Johannes Nöbauer, "OÖ-Krone"

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