Mi, 13. Dezember 2017

Aus für Call-Center

03.12.2009 09:21

Erster Bereich schließt - zittern um Quelle-Pension

Viele Pensionisten sind am Mittwoch zum ersten Zusammentreffen im Landesgericht Linz gekommen - sie forderten Aufklärung für die Quelle-Gläubiger. "Wenigstens sehen wir jetzt klarer, wie es um unsere Forderungen steht", waren sich die Teilnehmer an der ersten Gläubigerversammlung der Quelle-Insolvenz einig. Klarheit besteht auch über die erste Bereichsschließung: Es trifft das Call-Center.

Dessen Ende war am Mittwoch beschlossen worden. 27 freie Mitarbeiter, die für das Aktivmarketing zuständig waren, sind betroffen. Die nächsten Bereiche stehen aber noch nicht fest.

Zittern um Pensionen geht weiter
Am selben Tag startete Richter Helmut Katzmayr am Landesgericht Linz eine erste Bestandsaufnahme des ehemaligen Traditionsversandhauses. Pensionisten, die um ihre Firmenpensionen bangen, stellten neben Raiffeisen, Oberbank, Linzer Magistrat und Firmen, bei denen Quelle in der Kreide steht, ein Gros in der nicht öffentlichen Verhandlung im Linzer Schwurgerichtssaal.

Und mancher, von den Geschehnissen der letzten Wochen abgeklärt, ließ beim Treffen mit den ehemaligen Kollegen sogar etwas Humor aufflackern: "Ein ungewöhnlicher Rahmen für unsere heurige Weihnachtsfeier!"

Raika vertreten
Ab 9.30 Uhr ging es dann um ernstere Dinge. Abgeblitzt sind die pensionierten Quelle-Mitarbeiter, unter ihnen drei Ex-Vorstandsmitglieder, mit ihrem Wunsch nach Aufnahme in den Gläubigerrat.

Eine Abstimmung über das siebente Mitglied im Gläubigerrat ging zugunsten der Raiffeisenlandesbank, dem nun größten Masse-Gläubiger, aus. Über eine tatsächliche Aufnahme entscheidet aber erst das Gericht.

Kaum Hoffnung auf Weiterführung
Bestätigt hat Masseverwalter Erhard Hackl die Berichte der "OÖ-Krone", wonach es zu keiner Weiterführung des Unternehmens, sondern zu einer Neugründung kommen könnte. Derzeit gibt es drei Verhandlungpartner dazu.

Für die aktiven Quelle-Mitarbeiter, die nicht zur Gläubigerversammlung zugelassen waren, würde eine Neugründung bedeuten, dass alle gekündigt werden. Ein Teil der Belegschaft könnte dann aber mit einer Wiedereinstellung rechnen. Eine Weiterführung hingegen wäre zum jetzigen Zeitpunkt ein Wunder.

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