Do, 19. April 2018

Spender bestohlen:

31.03.2018 12:13

Betrügerinnen setzen auf Hilfsbereitschaft

Wenn es darum geht, Mitmenschen in Not zu helfen, haben die Oberösterreicher ein großes Herz. Ganz besonders zu kirchlichen Feiertagen, wie jetzt zu Ostern. Das nützen gewissenlose Betrügerinnen derzeit aus: Sie täuschen Spendenaktionen für arme Kinder vor, greifen dann unverschämt in fremde Geldbörsen.

Der jüngste Fall wurde - wie berichtet - in Bad Ischl angezeigt. Eine etwa 18-jährige, schlanke Frau sprach auf einem Parkplatz einen 76-jährigen Pensionisten an, zeigte ihm eine Sammelliste. Während der Mann hilfsbereit aus seiner Geldbörse eine Spende holen wollte, griff auch die „Sammlerin“ zu, zog unbemerkt 550 Euro aus der Brieftasche des Opfers, umarmte den Pensionisten dann noch und verschwand. Die Verdächtige ist etwa 160 Zentimeter groß, trug eine bunte Haube mit groben Maschen.
Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Bad Ischl: 059 133/4103.

Auf gleiche Art war zuvor ein 69-jähriger Pensionist aus Wesenufer am Stadtplatz von Rohrbach-Berg bestohlen worden. Er hatte einer etwa 35-jährigen südländischen Frau, die behauptete, für blinde und behinderte Kinder in Südosteuropa zu sammeln, fünf Euro gegeben, war von der Betrügerin dann herzlich umarmt worden - worauf weitere 150 Euro aus seiner Brieftasche fehlten. Die Diebin hat schwarze, schulterlange Haare, die zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden sind und trug einen knielangen, braunen Steppmantel.
Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Rohrbach: 059 133/4250.

Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt Tipps:
> Ein höfliches, aber bestimmte NEIN, ein energisches Wegweisen einer unbekannten, aufdringlichen Person oder ein lauter Hilfeschrei können solche Straftaten verhindern, lassen Sie sich keinesfalls einschüchtern!
>  Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie mit Ihrer Geldbörse hantieren – lassen Sie diese nie aus den Augen!
>  Verdächtige Wahrnehmungen bitte sofort der Polizei (Notruf 133) melden. Schämen Sie sich nicht, wenn Sie Opfer geworden sind, vor einer Anzeige bei der Polizei – Ihre Anzeige wird vertraulich behandelt!

Johann Haginger/Kronen Zeitung

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