Do, 22. Februar 2018

Risiko abgedeckt:

04.02.2018 06:25

Freiwilligen-Versicherung für 600.000 Landsleute

Ehrenamt bedeutet auch Risiko! Wer Hilfe anbietet, haftet für Schäden, die dabei entstehen. Da 600.000 Oberösterreicher freiwillig in Vereinen und Co. tätig sind, gibt’s Potenzial für Ungemach. Eine Versicherung deckt Härtefälle ab. Ärger, wie nach der Anzeige gegen zwei Sanis, bremst die Freiwilligen-Motivation nicht.

Die Versicherung der „Oberösterreichischen“ (bis zu zwei Millionen Euro) gilt automatisch für alle Helfer, die nachweisen können, dass sie ehrenamtlich tätig sind und der Schaden bei dieser Tätigkeit passiert ist. Etwa, wenn bei einer Flursäuberung durch eine Jugendgruppe diese eine Aufforstung niedertritt. Oder eine von einer Elterninitiative gebaute Bank beim Spielplatz bricht, sich jemand verletzt.

Rückendeckung für Feuerwehrleute, Sanis & Co.
Für Organisationen wie Feuerwehr oder Rettung gibt’s eigene Absicherungen. So stellt das Rote Kreuz einen Anwalt für die Sanis, die vom Notarzt angezeigt wurden waren, weil sie eine 93-jährige Linzerin auf Revers der Angehörigen nicht mitgenommen hatten und sich später herausstellte, dass sie einen Bruch hatte.

Engagement ungebremst
Bei einer Blitzumfrage unter freiwilligen Helfern sagte keiner, dass man sich dadurch im Engagement bremsen lasse, sich aber alle der Verantwortung im Einsatz bewusst sind. "In meiner Familie sind alle freiwillig aktiv. Das hab’ ich als Kind erlebt. Die Motivation lässt auch nach 18 Jahren beim Roten Kreuz nicht nach!", sagt etwa Florian Wagenhofer, sein Rot-Kreuz-Kollege Harald Ehrgang, der seit 32 Jahren dabei ist, ergänzt: "Das Team-Gefühl ist einzigartig. Niemand von uns geht mit der Verantwortung gegenüber den Menschen leichtfertig um."

Mehr als "nur" Dienst
Für die meisten Freiwilligen – mehr als 100.000 sind für Feuerwehr oder Rettung aktiv – ist das Ehrenamt auch mehr als „nur“ Dienst am Nächsten: „Wir haben viele unserer Freunde in der Organisation. Es macht einfach Spaß!“

Markus Schütz/Kronen Zeitung

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