Do, 23. November 2017

Familie Zogaj

16.09.2009 08:17

Zwei Arigona-Brüder sitzen in Schubhaft

Die schier unendliche Geschichte um die Asylanten-Familie Zogaj geht in die nächste Runde: Die beiden Arigona-Brüder Alfred und Alban wurden am Montag in Traiskirchen in Niederösterreich aufgegriffen. Beide stellten einen Asylantrag, wurden aber sofort in Schubhaft genommen. Ihre Anträge dürften wahrscheinlich nach dem Dublin-Abkommen in Ungarn behandelt werden.

Der 18-jährige Alfred und der 20-jährige Alban Zogaj waren zuletzt im Jänner nach Österreich eingereist, im Februar in den Kosovo zurückgekehrt. Am Montag tauchten die beiden Jugendlichen in Traiskirchen auf und wurden von der Polizei aufgegriffen. Sie stellten Asylanträge, wurden aber aufgrund widersprüchlicher Aussagen im Auftrag der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Baden in Schubhaft genommen.

„Nach unseren Erkenntnissen waren sie vorher in Ungarn. Unser Nachbarland gilt nach dem Dublin-Abkommenkommen als sicheres Asylland. Und der Vertrag von Dublin schreibt vor, dass ein Asylantrag dort bearbeitet werden muss, wo er als erstes gestellt worden ist. Zumindest einer der beiden Brüder hat nachweislich mit Fingerprint in Ungarn schon um Asyl angesucht“, erklärt Oberst Rudolf Gollia, der Sprecher des Innenministeriums in Wien.

Zwischen den österreichischen und den ungarischen Behörden läuft nun ein Konsultationsverfahren ab, ob die beiden Asylfälle tatsächlich vom Nachbarland übernommen werden. Aktuell dürften sich in Oberösterreich die 17-jährige Arigona Zogaj, ihre Mutter Nurie und die beiden Geschwister Albona (8) und Albin (9) befinden. Seit 1. Juli gilt der Kosovo als sicheres Drittland, eine Abschiebung wäre rein rechtlich möglich.

"OÖ-Krone"

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