Di, 17. Oktober 2017

Großes SPÖ-Treffen

18.04.2009 16:09

40. Landesparteitag in Linz – Haider wiedergewählt

Am Samstag ist im Linzer Designcenter der 40. Landesparteitag der SPÖ Oberösterreich unter dem Motto „Schluss mit der Gier – Gerechtigkeit!“ gestanden. Erich Haider ist bei dieser Gelegenheit als Landesparteichef mit 99,3 Prozent wiedergewählt worden.

Eröffnet wurde der Parteitag mit Zitaten schillernder Persönlichkeiten wie US-Präsident Barack Omaba und dem früheren SPÖ-Chef und Bundeskanzler Bruno Kreisky. So prangte „Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität“ in großen Lettern über der Bühne, das Gandhi-Zitat „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier“ stand auch zu lesen.

"Blick in die Zukunft"
Begrüßt wurden Ehrengäste und mehr als 3.000 Besucher von Radiomoderatorin Dagmar Hager und Entertainer Alfons Haider. Seinen Namensvetter, den Landesparteivorsitzenden Erich Haider, der Landeshauptmann-Stellvertreter von Oberösterreich ist, nannte er augenzwinkernd "Landeshauptmann". Der Fernsehstar sprach von einem "Blick in die Zukunft" und spielte auf die Landtagswahlen im September an.

Klare Mehrheit für Haider
Die Wahl zum neuen, alten Landesparteichef war eine klare Sache: von den 346 Stimmberechtigten wählten 99,3 Prozent Erich Haider. Dieser kann sich über noch mehr Zustimmung als im Vorjahr freuen, wo 99,2 Prozent für ihn votierten. Haider steht bereits seit elf Jahren an der Parteispitze und wird die Partei auch als Spitzenkandidat in die Landtagswahl, die Ende September stattfinden soll, führen.

Kritik kommt von Mitbewerbern
Nicht mit Kritik am Landesparteitag der SPÖ Oberösterreich haben die politischen Mitbewerber gespart. So bezeichnete ÖVP-Landesgeschäftsführer Michael Strugl den Anspruch von SPÖ-Chef Erich Haider auf den Landeshauptmannsessel als "gefährliche Drohung". Eine "dreiste Wählertäuschung" sah die ÖVP in der SPÖ-Kritik an Stiftungen: "Während Haider Stiftungen als Steuersparmodell für Reiche verdammt, parkt die SPÖ Oberösterreich ihr eigenes Vermögen steuerschonend in einer Stiftung", kritisierte Strugl.

Haimbuchner: "leere Worthülsen"
FPÖ-Landesobmann-Stellvertreter und Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Manfred Haimbuchner, sieht in den Forderungen Erich Haiders "Klassenkampfparolen" und "leere Worthülsen": "Den Arbeitnehmern, die von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit betroffen sind, wird durch diese linkspopulistischen Ansagen nicht geholfen sein", so Haimbuchner. Deshalb sei es notwendig, die Wirtschaft anzukurbeln und die von Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer endlich lohnsteuerrechtlich zu entlasten.

Haubner bezeichnet Haider als unglaubwürdig
Die oberösterreichische BZÖ-Landesobfrau Ursula Haubner bezeichnete Erich Haider als "völlig unglaubwürdig". Er habe immer gebrüllt wie ein Löwe, sich aber wie ein Mäuslein in der Ecke versteckt, wenn konkrete Entscheidungen angestanden sind, so Haubner. Gerade gegenüber "Oberösterreich-feindlichen Aktionen" der rot-schwarzen Bundesregierung wie beispielsweise den Postamtsschließungen habe Haider ein doppeltes Spiel getrieben und sei schlussendlich immer vor Wien in die Knie gegangen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden