Fr, 15. Dezember 2017

Tod im Kreißsaal

04.03.2009 09:22

Neuer Abteilungsleiter im LKH Gmunden

Das Gmundner Landeskrankenhaus erhält mit 1. Mai einen neuen Abteilungsleiter für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, nachdem im September die letzte Entbindung einer Vierfachmutter tödlich geendet hat. Das Dienstverhältnis mit dem Primar war daraufhin mit sofortiger Wirkung gelöst, der behandelnde Oberarzt suspendiert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Neuer Abteilungsleiter wird der 49-jährige Michael Sommergruber.

Der gebürtige Linzer Sommergruber promovierte 1985 an der Karl-Franzens-Universität Graz. Seine Ausbildung zum Allgemeinmediziner begann er zunächst im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz. Die Facharztausbildung für Gynäkologie und Geburtshilfe führte ihn 1994 in die Linzer Landes-Frauen- und Kinderklinik. Seit 1996 war Sommergruber dort als Oberarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe tätig. Er ist Mitglied der Arzneimittelkommission und im Rahmen der Ausbildung junger Menschen als Lehrbeauftragter an der Hebammenakademie tätig.

Vierfachmutter stirbt trotz Notoperation
Bei der 42-jährigen Patientin war es im September während der Entbindung ihres vierten Kindes zu gravierenden Problemen gekommen, sie starb trotz einer Notoperation. Rund zweieinhalb Wochen nach dem Tod der Frau überraschte die gespag mit der Meldung, dass die Krankengeschichte offenbar manipuliert worden sei. Zwei der involvierten Ärzte bestätigten das. Der gynäkologische Gutachter Peter Husslein sah Behandlungsfehler. Die Suspendierung des Mediziners bleibt bis zum Ende des Strafverfahrens aufrecht. Danach wird die Disziplinarbehörde des Landes Oberösterreich entscheiden, was in dem Fall weiter zu tun ist.

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