Sa, 16. Dezember 2017

15 Jahre Haft

09.02.2009 15:46

Kontrahenten mit Schnitzelklopfer ermordet

15 Jahre Haft lautet das Urteil für einen 22-jährigen Oberösterreicher, der im Mai vergangenen Jahres einen 27-jährigen Mann im Streit um Geld erstochen hat. Der mehrfach vorbestrafte und zum Tatzeitpunkt drogenabhängige Mann war im November vom Landesgericht Ried zu zwölf Jahren verurteilt worden, wobei sowohl Anklage als auch Verteidigung beriefen. Das Oberlandesgericht Linz setzte die Strafe am Montag rechtskräftig um drei Jahre hinauf.

Der 22-Jährige war von dem späteren Mordopfer zu Unrecht beschuldigt worden, mit Amphetaminen gehandelt zu haben. Der 27-Jährige versprach ihm, zu seinen Gunsten auszusagen, falls er ihm monatlich 900 Euro gebe. Der 22-Jährige zahlte zwei Monate lang, hatte aber dann kein Geld mehr und stellte den "Erpresser" zur Rede. Im Streit schlug er ihm mindestens zehnmal mit einem Schnitzelklopfer auf den Kopf und stach schließlich mit einem Küchenmesser auf ihn ein. Das Opfer verblutete binnen weniger Minuten.

Tat mit Drogensucht begründet
Vor dem Oberlandesgericht zeigte sich der 22-Jährige reuig. Er wünschte, er könnte das Geschehene rückgängig machen. Er begründete seine Tat mit seiner Drogenabhängigkeit: Nach einem siebenmonatigen Entzug sei er erneut in das Milieu hineingerutscht, schilderte er. Als er sich durch das spätere Opfer praktisch erpresst gefühlt habe, sei er "durchgedreht".

"Sehr grausam"
Die Staatsanwaltschaft sprach von einem "sehr grausamen Tathergang", Schläge und Messerstiche seien mit voller Wucht ausgeführt worden. Das Gericht begründete die Hinaufsetzung des Strafausmaßes mit den Vorstrafen des Angeklagten und seinem raschen Rückfall nach der letzten bedingten Verurteilung. Die Jugend des Täters wurde ebenso nicht als Milderungsgrund anerkannt wie sein Geständnis, da er immer nur die Tat, nicht aber die Tötungsabsicht zugegeben habe, befand das Gericht und verurteilte den 22-Jährigen zu 15 Jahren Haft.

Symbolbild

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