Di, 21. November 2017

Nach Mordanschlag

29.01.2009 15:27

Niedergestochener Dealer schweigt

Nach dem Mordanschlag auf einen Linzer Drogenarzt und dem Doppelmord an zwei Urfahraner Kokainsüchtigen nun ein ebenso mysteriöses Messerattentat auf einen schwarzafrikanischen Haschischdealer: Das schwer verletzte Opfer (34) verwickelte sich in Widersprüche, will weder die zwei weißen Täter noch irgendein Motiv kennen.

In der lebensgefährlichen Linzer Drogenszene herrscht offenbar das Gesetz des Schweigens: Hunderte Junkies wollten der Kripo nicht verraten, wer am 7. März vergangenen Jahres den Drogentherapeuten Bernhard L. (51) niedergestochen und drei Tage später die beiden süchtigen Bühnentechniker Wolfgang H. (51) und Christian J. (45) erstochen haben könnte.

Opfer aus Kamerun schweigt
Das vierte Opfer stammt aus Kamerun, wohnt in Marchtrenk, ist Asylwerber, Zeitungzusteller  und vermutlich Marihuana-Dealer am Drogen-Handelsplatz beim Linzer Krempl-Hochhaus: Dort soll Francis F. (34) am Dienstag um 20 Uhr von zwei weißen Männern überfallen und mit einem Messer attackiert worden sein.

Er konnte trotz eines Nierenstichs und einer Oberschenkelwunde noch in eine nahe Wohnung zu Landsleuten flüchten, ehe die Polizei und Rettung gerufen wurden. Der renitente Patient wehrte sich gegen seine Einlieferung, musste aber im AKH notoperiert werden und will nun nur spärliche widersprüchliche Aussagen machen: Da wird uns einiges verschwiegen, glaubt Sicherheitsdirektor Alois Lißl.

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