Mi, 22. November 2017

Runen und Codes

18.12.2008 14:36

Aufregung um rechten Shop in Braunau

Aufregung herrscht um ein vor kurzem eröffnetes Braunauer Textilgeschäft: Dort wird Kleidung der umstrittenen ostdeutschen Marke "Thor Steinar" angeboten. Diese sei unter Rechtsextremen weit verbreitet, so der Leiter des Landesamtes für Terrorismusbekämpfung und Verfassungsschutz, Michael Tischlinger. Der Shop müsse sofort geschlossen werden, forderte die Sozialistische Jugend Oberösterreich (SJ).

In Deutschland ist die Kleidung, auf der sich altdeutsche Schriftzeichen sowie nordische Symbole und Namen finden, mittlerweile in den Stadien mehrerer Bundesliga-Vereine und im Bundestag verboten. Der Name soll laut Kritikern auf den nordischen Donnergott Thor und auf Felix Steiner, General der Waffen-SS, anspielen. Auch die Öffnungszeiten von 17.09 Uhr bis 19.09 Uhr sind zwei von den unter Rechtsradikalen sehr beliebten Zahlencodes.

Der Bürgermeister von Braunau, dem Geburtsort Adolf Hitlers, kündigte eine Untersuchung und gegebenenfalls die Schließung des Ladens an.

SJ fordert "Gipfel gegen Rechtsextremismus"
Die SJ verlangte, "rechtsextreme Keimzellen" zu zerschlagen, und die Einberufung eines landesweiten "Gipfels gegen Rechtsextremismus". Diese Forderung hatten nach dem Attentat auf den Passauer Polizeichef Alois Mannichl auch die oberösterreichischen Grünen erhoben. Sie begründeten das mit augenscheinlich rechtsextrem motivierten Morddrohungen gegen ihren Menschenrechtssprecher Gunther Trübswasser sowie weitere Personen. Auch der Welser Bürgermeister Peter Koits (SPÖ) hatte per Post und per E-Mail Drohungen erhalten.

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