Mi, 13. Dezember 2017

Aufgerollt

20.11.2008 11:42

Neue Mordermittlungen im Fall Günther Schädel

Wie in den Fällen Kampusch und Heidegger wurde auch nach dem Linzer Journalistenmord viel verschlampt und vertuscht: Nun soll eine Kommission klären, warum die Kripo weder Spuren im Schnee verfolgt, noch den Kollegen verhaftet hat, der zur Tatzeit am Tatort war. Doch die Tatwaffe wurde erst 14 Wochen später gesucht.

Am 27. Februar 1988 um 3.50 Uhr früh wurde am Tummelplatz der erschossene Sportredakteur Günther Schädel (43) vom Taxifahrer Manfred Mazak (27) gefunden: Vom Tatort führte eine Fußspur im Neuschnee Richtung Landestheater, wies der Taxler die Fluchtrichtung dorthin, wo kaum fünf Minuten vorher der gefeuerte Ressortkollege (26) des Mordopfers versucht hatte, über die verschneite Römerstraße hinaufzufahren. Die Reifen- und Schuhabdrücke wurden jedoch nicht polizeilich gesichert, sondern vernichtet.´

Dies konnte der Verdächtige nicht ahnen, sodass er gleich zugab, zur Tatzeit am Tatort gewesen zu sein: Er hätte eine Stadtrunde gedreht, nur um Auto zu fahren und Musik zu hören. Er wäre auch durch die Steingasse gekurvt, wo er den Zeitungsparkplatz einsehen und feststellen konnte, dass Schädels Wagen noch dort stand, dass auch Mungo noch seine Altstadtrunde drehte.

Nur ein mögliches Mordmotiv leugnete der Tatverdächtige, bei dem am 9. Juni 1988 eine Hausdurchsuchung ergebnislos verlief: Er wisse nichts von einem Sex-Video, das sein Ex-Kollege mit seiner Ex-Braut gedreht hatte. Er soll es aber längst gewusst haben  und eifersüchtig rachedurstig gewesen sein.

Seit die Krone diese Indizien enthüllte, wird der Fall neuerlich untersucht: Insider und Aktenkenner sollen nun der Kripo helfen.

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