Do, 14. Dezember 2017

Kein Ende in Sicht

16.11.2008 11:37

LASK im Hanappi-Stadion vorgeführt

Es macht wirklich keinen Spaß mehr, als Linzer über LASK-Spiele zu berichten: Wie ein Lämmchen vom Schlachter ließen sich die Lokal Heroes im Hanappi-Stadion vorführen. Rapid feierte gegen den weiterhin inferioren LASK einen hochverdienten 5:0-(1:0)-Heimsieg, der eigentlich noch höher hätte ausfallen müssen. Mann des Abends war vor 17.000 Zuschauern Team-Stürmer Stefan Maierhofer mit einem lupenreinen Hattrick nach der Pause innerhalb von 21 Minuten.

Damit setzte Rapid seine eindrucksvolle Heimserie fort: Seit mittlerweile 16 Spielen ist das Pacult-Team nun schon ohne Niederlage vor eigenem Publikum, gleich 14 davon wurden bei einem Torverhältnis von 42:9 gewonnen. Zur Halbzeit der Meisterschaft liegen die Rapidler weiter auf Tabellenrang drei.

Der auf Platz sieben "einzementierte" LASK steckt dagegen weiter in der Krise, kassierten die Athletiker doch bereits die siebente Niederlage en suite (Torverhältnis 1:22!) und sind schon seit 593 Minuten ohne Torerfolg. Noch vernichtender ist die Bilanz von Neo-Coach Klaus Lindenberger, der bisher alle seine vier Liga-Matches auf der LASK-Trainerbank zu null verloren hat (0:13 Tore).

Die Rapid-Elf, in der nur zweieinhalb Wochen nach seinem Außenbänderriss im linken Knöchel bereits wieder Linksverteidiger Markus Katzer stand, startete fulminant, ließ aber in den ersten 90 Sekunden gleich drei Großchancen aus: Zunächst scheiterte nach einer halben Minute Tokic an LASK-Schlussmann Cavlina, der sich nur 40 Sekunden später bei einem Boskovic-Schuss vom Fünfer erneut auszeichnete. Und auch beim Latten-Kopfball von Jelavic hatte Cavlina seine Finger im Spiel, wobei Boskovic den Nachschuss in den Wiener Nachthimmel jagte (2.).

Die erste Möglichkeit für die stark ersatzgeschwächten Oberösterreicher, bei denen auch noch Thomas Prager aufgrund einer im Abschlusstraining erlittenen Oberschenkelblessur ausfiel, resultierte aus einem aufgesetzten Fernschuss von Vastic, mit dem Rapid-Torhüter Lukse so seine Probleme hatte (6.). Danach sorgte aufseiten der Linzer nur noch Mayrleb (17.) für Gefahr im Strafraum der Hausherren, die das Match ganz klar dominierten, aber Chancen in Hülle und Fülle ausließen, vor allem Boskovic (30.) und Maierhofer (31./jeweils per Kopf knapp daneben).

Nach einer ungeschickten Strafraum-Attacke von LASK-Kapitän Vastic an Tokic war es dann aber zur Freude der mehr als 16.000 Rapid-Fans im Hanappi-Stadion soweit: Steffen Hofmann verwertete den fälligen Foulelfer zum 1:0, es war bereits das siebente Saisontor für den Kapitän der Hütteldorfer (37.).

Unmittelbar nach dem Wechsel musste das Match nach einer "Rauchbomben-Aktion" der Rapid-Ultras, die wohl eine Geldstrafe durch die Bundesliga nach sich ziehen wird, für rund fünf Minuten unterbrochen werden. Im Anschluss daran ging es weiter wie in Hälfte eins, in der 20 Torschüsse von Rapid aufs LASK-Gehäuse gezählt worden waren - Cavlina stand unter Dauerbeschuss.

Die logische Folge war das 2:0: Nach Doppelpass von Dober mit Hofmann brauchte der in der Mitte lauernde Maierhofer nur noch den Ball über die Linie zu drücken (54.). Nur vier Minuten später durfte der 2,02 m große Rapid-Angreifer erneut jubeln, nachdem er nach einem Hofmann-Freistoß per Kopf zur Stelle gewesen war. Und nach einer Drazan-Flanke machte Maierhofer wieder mit Köpfchen seinen lupenreinen Hattrick perfekt (75.) und hält nun als erster Janko-Verfolger (22) bei 15 Saisontreffern.

Wenig später schickte Schiedsrichter Louis Hofmann den erst 19 Minuten zuvor eingewechselten LASK-Angreifer Sascha Pichler nach einem Foul an Dober mit Rot in die Kabine. Gegen die dezimierten Gäste sorgte "Joker" Erwin Hoffer mit seinem achten Saisontor für den Endstand (96.).

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