Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Kindersitz Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Kinder in Österreich sind verpflichtet, bis zum 14. Lebensjahr oder bis zu einer Körpergröße von 1,35 m im Auto in einem Kindersitz mitzufahren. Angeschnallt wird dabei nicht nur das Kind, auch der Sitz selbst muss sicher im Auto befestigt sein. Wir raten Ihnen, Ihren Kindersitz wie bisher im Auto anzugurten und zusätzlich mit Isofix zu sichern.
  • Damit Sie die passende Größe für den Kindersitz finden, sind Kindersitze in sogenannte Normgruppen eingeteilt. Zusätzlich werden Kindersitze seit einigen Jahren nach der sogenannten i-Size klassifiziert, das die Normgruppen langfristig ablösen soll. Wenn Ihr Kind beispielsweise 5 Jahre alt, 25 kg schwer und 112 cm groß ist, dann sind Kindersitze der Gruppe 2 sowie der i-Size-Phase 2 passend.
  • Um sicher gehen zu können, dass der Kindersitz den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht, achten Sie bitte auf das Prüfsiegel, das in der Regel hinten am Kindersitz angebracht oder eingraviert ist. Es muss, wenn Sie einen neuen Kindersitz kaufen, die Bezeichnung ECE R-44 oder ECE R-129 tragen. Zudem wird das zulässige Gewicht in kg angegeben.

Kindersitz-Test

Sicherheit unterwegs ist das Thema für unseren Vergleich für Kindersitze auf krone.at. Denn Sie finden hier nicht nur Tipps und Kaufberatung für Autokindersitze, sondern wir gehen am Rande auch auf Kindersitze für Fahrrad, E-Bike und Roller ein. Damit Sie für Ihr Kind den besten Kindersitz finden, informieren wir Sie über alle sicherheitsrelevanten Kriterien, die Ihnen bei der Kaufentscheidung helfen können.

1. Wie findet man die optimale Größe für einen Kindersitz?

Um die richtige Größe für den Kindersitz auszuwählen, sind Gewicht und Größe des Kindes entscheidend. Die Normgruppen 0/0+ bis 3 definieren das erlaubte Gewicht des Kindes für den jeweiligen Kindersitz. Die Größenangaben in cm sind Richtwerte, die wir von der Stiftung Warentest aus dem Kindersitz Test übernommen haben. Verbindlich hingegen ist die Kindesgröße und das Gewicht.

In unserer Tabelle haben wir beide Werte für Sie aufgeführt und den verbindlichen Richtwert markiert.

Klassifizierung Kriterien
Kindersitz Gruppe 0/0+ Gewicht: bis 10 kg
Größe: bis 75 cm
Kindersitz Gruppe 1 Gewicht: 9 bis 18 kg
Größe: 75 bis 100 cm
Kindersitz Gruppe 2 Gewicht: 15 bis 25 kg
Größe: bis 125 cm
Kindersitz Gruppe 3 Gewicht: 26 bis 36 kg
Größe: bis 150 cm
Kindersitz i-Size Phase 1 Gewicht: bis 23 kg
Größe: 40 bis 105 cm
Kindersitz i-Size Phase 2 Gewicht: 20 bis 36
Größe: 100 bis 150 cm

Ein Kindersitz für ein Baby ist zu empfehlen, wenn es aus der Babyschale herausgewachsen ist. Zwar gibt die i-Size Phase 1 an, dass ein entsprechend zugelassener Kindersitz für ein Baby ab 40 cm geeignet ist. In zahlreichen Online-Tests für Kindersitze finden Sie jedoch immer wieder den Hinweis, dass Sie nicht zu früh auf die nächstmögliche Größe eines Kindersitzes wechseln sollten, damit der Sitz passgenau ist.

Wenn Sie einen Kindersitz kaufen möchten, der zur Kategorie mitwachsender Kindersitze zählt, achten Sie bitte darauf, dass nicht nur die Länge mitwächst, sondern auch die Breite des Kindersitzes. Sonst wird es möglicherweise unbequem für Ihr Kind. Eine höhenverstellbare Kopfstütze verlängert die Höhe der Rückenlehne. Hersteller wie beispielsweise Cybex bieten Modelle mit bis zu 12-fach verstellbarer Kopfstütze an.

2. Welche Kriterien sind relevant für den größtmöglichen Schutz mit einem Kindersitz im Auto?

Mit der Einführung der i-Size Klassifizierung basierend auf ECE R-129 als neue Norm für Kindersitze werden auch die Vorschriften für die Sicherheit erweitert. Kindersitze, die noch nach der Norm ECE R-44 zugelassen sind, müssen diese Kriterien nicht erfüllen und dürfen weiterhin benutzt werden.

Folgende Marken bieten bereits Kindersitze mit i-Size Klassifizierung an und wurden von Stiftung Warentest im Jahr 2020 getestet:

autokindersitz-test

Ältere Kinder fahren mit einer Sitzerhöhung und benutzen das Gurtsystem des Autos.

  • BeSafe
  • Chicco
  • Cybex
  • Hauck
  • Inglesina
  • Jané
  • Joie
  • Maxi-Cosi
  • Nuna
  • Peg-Pérego
  • Silver Cross
  • Swandoo
  • Uppababy

2.1. i-Size definiert die Sitzrichtung neu

Nach ECE R-44 müssen Kinder, die weniger als 9 kg wiegen, also wenn sie in etwa 9 Monate alt sind, rückwärts im Auto mitfahren. Nach i-Size gilt diese Vorschrift bis zum 15. Lebensmonat, also ein halbes Jahr länger. Hintergrund dieser neuen Regelung ist ein Sicherheitsaspekt. Die Wirbelsäule kleiner Kinder ist sehr empfindlich und zudem ist der Kopf proportional schwerer als bei einem Erwachsenen. Bei einem ruckartigen Abbremsen oder Aufprall wird bei rückwärts gerichteten Kindersitzen, die auch nach dem amerikanischen Begriff als Reboarder bezeichnet werden, durch die Rückenlehne und Kopfstütze der Aufprall abgefangen und das Kind geschützt. Bei einem vorwärts gerichteten Sitz würde das Kind und der Kopf nach vorne geschleudert und durch die Gurte aufgehalten werden. Die Belastung der Halswirbelsäule wäre intensiver und das Verletzungsrisiko höher.

Kinder müssen auch nicht auf den hinteren Autositz verbannt werden. Mit einem Kindersitz dürfen sie als Beifahrer mitreisen. Achten Sie darauf, dass der Beifahrersitz so weit zurückgeschoben wird, dass der Kindersitz gut hineinpasst und Sie Schulter an Schulter mit Ihrem Kind sitzen. Mit einem Reboarder als Beifahrer-Kindersitz schalten Sie bitte vorab den Airbag aus.

2.2. Mit i-Size ist ein bestandener Kindersitz Test mit Seitenaufprallschutz Pflicht

Kindersitze, die nach i-Size zugelassen sind, müssen einen Sicherheitstest mit Seitenaufprallschutz abgelegt haben. Bei einem Unfall, bei dem das Fahrzeug seitlich betroffen ist, sind Kinder somit besser geschützt.

2.3. Isofix ist neuer Befestigungsstandard mit i-Size

Isofix soll verhindern, dass Kindersitze falsch montiert werden. Autos, die in den letzten zwanzig Jahren gebaut wurden, sollten eine Isofix-Vorrichtung eingebaut haben. Wenn Sie ein älteres Auto, aber einen Kindersitz nach i-Size Norm verwenden, sind Sie als Ausnahme von der Isofix-Richtlinie befreit.

Achtung: Bitte verwenden Sie niemals einen Kindersitz, der in einen Unfall verwickelt war. Der Kindersitz kann innere Schäden haben, die sie von außen nicht erkennen können. Die Sicherheit für Ihr Kind kann dann nicht mehr gewährleistet werden. Daher raten wir auch von gebrauchten Kindersitzen, dessen Vorbesitzer Sie nicht kennen, dringend ab!

2.4. Ein 5-Punkt-Gurt schützt Ihr Kind am besten

Ein Kindersitz mit Dreipunktgurt als Rückhaltesystem ist der gängigste Kindersitz. Der Dreipunktgurt wird auch Hosenträgergurt genannt, denn die Gurtstreifen verlaufen wie Hosenträger über die Schultern der Kinder und werden zwischen den Beinen mit einer Schlosszunge im Gurtschloss eingerastet. In einem Kindersitz mit Dreipunktgurt ist Ihr Kind gut gesichert und hat viel Bewegungsfreiraum.

Ein 5-Punkt-Gurt ist nicht nur oberhalb der Schultern und über die Gurtschnalle befestigt, sondern zusätzlich noch an jeder Seite. Daher ergeben sich die fünf Befestigungspunkte, die dem Gurtsystem den Namen geben. Sicherer soll der 5-Punkt-Gurt deshalb sein, weil bei einem Aufprall der Druck auf fünf anstatt drei Punkte verteilt wird. Die Bewegungsfreiheit Ihres Kindes mit einem 5-Punkt-Gurt ist kleiner als mit einem Dreipunktgurt. Nania bietet mit Beline ein 5-Punkt-Gurt Modell, weitere Hersteller sind beispielsweise Osann, Piku und Kiduku mit 5-Punkt-Gurt-Modellen im Sortiment.

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Ein Dreipunktgurt erlaubt Bewegungsfreiheit im Kindersitz und schützt das Kind.

Wenn Ihr Kind sehr lebendig ist, raten wir Ihnen zu einem Kindersitz mit Dreipunkt-Gurtsystem für eine ausgewogene Balance zwischen Bewegungsfreiheit und Schutz.

Alternativ zu einem Gurtsystem werden auch Kindersitze mit einem Fangkörper angeboten. Diesen können Sie sich wie einen dicken gepolsterten Bügel vor dem Körper Ihres Kindes vorstellen, der bei einem Aufprall Ihr Kind im Sitz festhält. Allerdings werden die Schultern und der Kopf nicht optimal im Sitz gehalten.

Wiegt Ihr Kind mindestens 15 kg und ist somit schwer genug für eine Sitzerhöhung anstatt eines Kindersitzes, kann sich Ihr Kind mit dem Dreipunktgurt des Autos anschnallen. Der Gurt hält auch die Sitzschale in Position.

3. Wie befestigt man einen Kindersitz optimal?

Nicht nur die Kinder im Kindersitz, sondern auch der Kindersitz selbst wird im Auto zur Befestigung angeschnallt. Auf dem Beifahrersitz und auf dem rechten und linken Sitz der Rückbank werden Kindersitze aller Art mit dem Dreipunktgurt des Autos festgeschnallt.

Je nach Kindersitz-Modell ist die Anbringung nicht immer ganz einfach. Daher finden Sie hier auf krone.at in unserem Vergleich für Kindersitze unter “Bedienung” eine Einschätzung, wie leicht sich der Kindersitz einbauen und Ihr Kind anschnallen lässt. Wenn Sie in Österreich Hilfe beim Einbauen Ihres Kindersitzes benötigen, können Sie sich an den ÖAMTC wenden, der Ihnen gerne behilflich ist.

Wenn Sie drei Kindersitze in Ihrem Auto auf dem Rücksitz installieren müssen, sei es, weil Sie selbst drei Kinder haben oder Freunde mitfahren, dann muss auch auf dem mittleren Sitz ein Kindersitz angebracht werden. Der mittlere Sitz verfügt nur über einen Beckengurt, auch 2-Punkt-Gurt genannt. Kindersitze, die für Beckengurte geeignet sind, sind nicht mehr populär. Modelle finden Sie beispielsweise bei dem Hersteller Britax Römer. Das zulässige Körpergewicht für Kindersitze mit Beckengurt liegt bei 25 kg.

Reisebusse verfügen oft nur über Beckengurte. Mit einem Kindersitz mit 2-Punkt-Gurt können Sie Ihr Kind optimal auf einer Busreise schützen.

i-Size klassifizierte Kindersitze müssen mit Isofix im Auto gesichert werden. Zahlreiche Kindersitz Tests raten jedoch dringend, den Kindersitz auch weiterhin mit dem Gurt zu sichern, Isofix alleine sei nicht ausreichend. Wenn Ihr bevorzugtes Kindersitz-Modell nach R-44 und nicht nach i-Size zugelassen ist und Sie trotzdem die Isofix Befestigung nutzen möchten, dann achten Sie bei der Auswahl Ihres Modells darauf, ob eine Isofix Befestigung möglich ist. Oft wird eine Isofix-Basis, auf die der Kindersitz eingerastet wird, mit angeboten.

Ergonomie beim Kindersitz

Nicht nur sicher, sondern auch bequem soll der Kindersitz sein. Nachdem die Bequemlichkeit der Reise im Auto nicht nur vom Kindersitz, sondern auch vom Auto abhängt, testete die Stiftung Warentest Kindersitze bezüglich Ergonomie in verschiedenen Autotypen. Im Kindersitz Test 2020 wurden die Tests im Ford Fiesta, VW T-Cross und Citroën Berlingo durchgeführt. Unter anderem waren der Platzbedarf des Kindersitzes im Auto, Beinfreiheit für das Kind, Sitzpolsterung und Rückenlehne sowie Sichtverhältnisse des Kindes Bestandteil der Prüfungen.

4. Welches Zubehör gibt es für Kindersitze?

Viel Zubehör ist für ein Kindersitz nicht notwendig. Wenn Sie Ihr 3-Punkt-Gurtsystem auf ein 5-Punkt-Gurtsystem nachrüsten möchten, sind für verschiedene Modelle Nachrüstgurte erhältlich. Wir raten Ihnen, sich hierzu mit Ihrem Kindersitz-Hersteller in Verbindung zu setzen.

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Ein Kindersitzgurt sollte immer gepolstert sein.

Wenn Sie einen Kindersitz verwenden, der nach ECE R-44 zugelassen ist und keine Isofix-Vorrichtung hat, dann können Sie diesen eventuell zusätzlich erwerben. In unserem Vergleich auf krone.at für Kindersitze finden Sie Hinweise pro Modell, ob eine Isofix Befestigung möglich ist.

Wenn das Geschwisterkind den Kindersitz des Bruders oder der Schwester übernehmen soll oder der Sitz einfach noch zu groß ist, dann ist eine Sitzverkleinerung sinnvoll. Auch hier empfehlen wir eine Kontaktaufnahme mit dem Hersteller, damit die Sicherheit Ihres Kindes gewährleistet bleibt.

Wenn Schutzbezüge stark verschmutzt oder beschädigt sind, sind für einige Modelle Ersatzbezüge erhältlich. Um den eigenen Autositz zu schonen, werden Sitzschoner als Unterlage für Sitz- und Rückenfläche angeboten.

Geht es auf eine längere Reise, darf keine Langeweile aufkommen. Ein Spieltisch, der auf den Kindersitz aufgesetzt wird, ermöglicht das Blättern in einem Bilderbuch, malen oder puzzeln. Ein Organizer, der am Rücken des Vordersitzes aufgehängt wird, bietet Platz für Flaschen, Kuscheltiere, iPads und Telefone. Vor allem für einen Kindersitz für ältere Kinder ist ein Organizer eine sinnvolle Ergänzung auf langen Reisen.

5. Gibt es einen Autokindersitz Test von Öko-Test hinsichtlich eventueller Schadstoffe?

Schadstoffe in Produkten, die von Kindern verwendet werden, wie Spielzeug, Kinderwagen und auch Kindersitze, sind immer wieder Schlagzeilen in den Nachrichten. Aktuell gibt es keinen Autokindersitz-Test von Öko-Test. Die Stiftung Warentest informiert jedoch ausführlich über eventuelle Schadstoffe in Produkten für Kinder und berücksichtigt diese auch bei Tests von Autokindersitzen. Sie lobt, dass viele Kindersitze bezüglich Schadstoffe einwandfrei sind. Rückrufaktionen der Hersteller, wenn Schadstoffe in Kindersitzen gefunden werden, sind nicht üblich.

Wenn sich gesundheitsbedenkliche Stoffe in einem Kindersitz finden, dann oft im Bezug. Wir raten Ihnen, sich für ein Modell mit einem abnehmbaren und waschbaren Bezug zu entscheiden, insbesondere wenn Ihr Kind empfindlich ist oder unter Allergien leidet. Den Bezug sollten Sie vor Benutzung waschen.

6. Kindersitze für Fahrrad & Co: Schutz auch außerhalb des Autos?

Wenn das Auto in der Garage bleibt und auf das Fahrrad umgesattelt wird, dann benötigen Kinder bis zum 8. Lebensjahr einen Kindersitz für das Fahrrad. Hersteller, die Sie von Autokindersitzen her kennen, wie Decathlon oder Britax Römer, haben oft auch Kindersitze für das Fahrrad im Sortiment.

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Auch im Kindersitz gilt auf dem Fahrrad die Helmpflicht bis zum 12. Lebensjahr.

Es gibt sowohl in Österreich als auch in Deutschland für Kindersitze Vorschriften, die die Sicherheit für Ihr Kind auch auf einem Fahrrad gewährleisten sollen. Kinder unterliegen bis zum 12. Lebensjahr der Fahrradhelmpflicht, auch, wenn Sie in einem Kindersitz auf dem Fahrrad hinten mitgenommen werden. Es dürfen nur Personen, die mindestens 16 Jahre alt sind, Kinder in einem Kindersitz auf einem Fahrrad mitnehmen. Der Kindersitz beim Fahrrad vorne an der Lenkstange wurde inzwischen verboten. Erlaubt sind ausschließlich Kindersitze auf dem Gepäckträger oder hinten auf einer Teleskopstange. Der Kindersitz muss hierbei zwingend mit der Sattelstange verbunden werden. Alle Kindersitze haben ein Gurtsystem und Fußstützen.

Für größere Kinder ist ein Fahrradanhänger eine interessante Alternative. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind auch in einem Fahrradanhänger durch ein Gurtsystem geschützt ist.

Es ist übrigens kein Problem, wenn Sie den Fahrrad-Kindersitz für ein E-Bike benutzen. Soll das Kind auf dem Motorrad oder Motorroller mitfahren, benötigen Sie einen Kindersitz für den Roller oder das Motorrad, wenn Ihr Kind noch nicht an die Fußstützen heranreicht. Es darf nur hinter dem Fahrer mitfahren und benötigt ebenso Helm und Schutzkleidung. Verschiedene Online-Tests raten zudem zu einer Gegensprechanlage, damit das Kind beim Fahren mit Ihnen kommunizieren kann.

Auch wenn das Kind schon selbst Fahrrad fahren kann, ist ein Kindersitz für das Fahrrad sinnvoll. Wir haben für Sie die Vor- und Nachteile aufgeführt.

    Vorteile
  • Sicher im Straßenverkehr, der Fahrradfahrer achtet auf den Verkehr
  • Das Kind kann auch auf lange Radtouren mitgenommen werden
  • Der Kindersitz lässt sich einfach montieren
  • Kindersitze wachsen mit
    Nachteile
  • Das Auf- und Absteigen wird für den Fahrradfahrer schwieriger, weil das Kind bereits auf dem Rad sitzt
  • Das Gleichgewicht wird durch das Kind im Kindersitz verändert, vor allem, wenn das Kind bewegungsintensiv ist
  • Kein Schutz bei Regen oder Wind
  • Transportmöglichkeit von beispielsweise Einkäufen ausschließlich in einem Fahrradkorb am Lenker

7. Die wichtigsten Fragen in FAQs

7.1. Gibt es einen Kindersitz Testsieger?

Die Stiftung Warentest hat im Laufe der letzten Jahre über 500 Autokindersitze getestet. Den einen Testsieger gibt es dabei nicht, denn die Tests wurden nach verschiedenen Normgruppen durchgeführt und auch unter besonderen Test-Schwerpunkten. Es hat sich herausgestellt, dass teuer nicht immer das Beste sein muss. Auch günstige Kindersitze haben gute Testergebnisse erreicht.
Einen aktuellen Kindersitz-Test für das Auto hat der ÖAMTC im Jahr 2020 durchgeführt. Auch hier wurden die Kindersitze nach Normgruppen getestet. Modelle von Britax Römer, CBX und Cybex liegen hier beispielsweise ganz vorne.

7.2. Welcher Kindersitz ist für welches Alter geeignet?

Die Größe von Kindersitzen richtet sich nicht nach dem Alter, sondern nach dem Gewicht und der Größe des Kindes. In einer gefährlichen Situation geht es um die Kraft, die notwendig ist, um den Körper des Kindes zu schützen, beispielsweise durch den Gurt. Der Gurt muss somit beispielsweise einen Körper von 25 kg gut halten können. Ob der Körper zu einem Kind gehört, das erst 5 oder bereits 6 Jahre alt ist, ist in diesem Fall unerheblich.

7.3. Gibt es Kindersitze, die sowohl vorwärts als auch rückwärts benutzbar sind?

Ja, verschiedene Modelle, die Sie auch in unserer Vergleichstabelle finden, sind für beide Sitzrichtungen, vorwärts und rückwärts einsetzbar.

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