Kaufberatung: Finden Sie mit uns das beste Produkt in unserem Kaminofen Vergleich 2021

Ein kurzer Überblick
  • Der Kaminofen oder Holzofen ist ein leicht einzubauendes und transportables Heizgerät, das in den letzten Jahren rapide an Beliebtheit gewonnen hat.
  • Es gibt ihn in verschiedenen Varianten, die unterschiedliche Wirkungsweisen und Funktionen haben, und so individuelle Bedürfnisse erfüllen.
  • Unter den richtigen Voraussetzungen kann ein Kaminofen eine auf lange Sicht kostensparende und umweltschonende Ergänzung zur herkömmlichen Zentralheizung sein.

kaminofen test

Der Kaminofen ist außerdem unter dem Namen „Holzofen“ oder auch „Schwedenofen“ bekannt, da er ursprünglich im skandinavischen Raum entwickelt und verwendet wurde. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie in unserem Kaminofen-Vergleich 2021 auf Krone.at, worin sich die verschiedenen Typen von Kaminöfen unterscheiden, wofür sie genutzt werden können und was beim Kauf und Betrieb berücksichtigt werden muss.

Ein Kaminofen unterscheidet sich von einem Kamin in erster Linie dadurch, dass er ein einzelnes Gerät ist, das heißt, er ist nicht baulich im Raum integriert. Kaminöfen haben einen hohen Vorfertigungsgrad. Sie sind leichter und handlicher als die gewaltigen, fest eingebauten Kamine oder Kachelöfen, die man z. B. in alten Bauernhäusern oder unsanierten Altbauten findet.

Kaminöfen brauchen zum Anschließen dagegen lediglich einen Anschluss an einen funktionierenden Schornstein und können ansonsten relativ flexibel positioniert werden. Lassen Sie den Kaminofen von einem Profi anschließen. Als Verkleidung kann ein Kaminofen genauso gemauert werden wie ein herkömmlicher Kamin.

1. Welche Funktionen erfüllt ein Kaminofen aus Tests?

1.1. Was ist ein Kaminofen?

Der Kamineffekt

Die Wirkungsweise eines Kamins bzw. eines Kaminofens ist so zu erklären, dass die durch das Feuer erwärmte Luft in der Heizkammer ansteigt und über das Ofenrohr entweicht. Dadurch werden erstens Schadstoffe abtransportiert und zweitens entsteht in der Heizkammer ein Unterdruck, der dafür sorgt, dass Frischluft nachströmt, was den Verbrennungsprozess in Gang hält.

Durch die gute Handlichkeit und den unkomplizierten Einbau eignet er sich nicht nur für das Eigenheim. Man kann einen Kaminofen auch in Mietwohnungen einbauen, sofern ein Anschluss an einen funktionierenden Schornstein möglich ist, denn bei einem Umzug kann man das Gerät einfach wieder mitnehmen. Auf Krone.at erfahren Sie, welche Funktionen die unterschiedlichen Typen von Kaminöfen beispielsweise erfüllen.

1.2. Ergänzung oder Ersatz der Zentralheizung

Aufgrund steigender Energiekosten entscheiden sich immer mehr Menschen dazu, ihren Heizbedarf teilweise oder sogar vollständig durch einen kostengünstigeren Holzofen zu decken, denn der Preis von Holz als nachwachsendem Rohstoff ist, im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl, nicht nennenswert teurer geworden. Für das dauerhafte Heizen kommt laut diverser Tests als Kaminofen ein sogenannter Dauerbrenner besonders gut in Frage. Was das ist, darauf wird später noch näher eingegangen.

Achtung: Allerdings ist Vorsicht geboten. Wer beispielsweise ein Niedrigenergiehaus hat, muss beim Einbau eines Kaminofens auf eine externe Verbrennungsluftzufuhr achten, da die aus Energiespargründen sehr dichte Bauweise eines solchen Hauses zur Folge hat, dass ein Feuer, das seine Luftzufuhr über den Innenraum erhält, diese bald aufgebraucht hat und somit den Bewohnern wortwörtlich die Luft zum Atmen nimmt.

Hinzu kommt, dass durch ausbleibende nachströmende Luft der Kamineffekt nicht mehr greift und Abgase wie das hochgiftige Kohlenmonoxid nicht mehr durch den Schornstein entweichen, sondern in den Innenraum eindringen.

Aus verschiedenen Holzofen-Tests haben wir die Vor- und Nachteile des ausschließlichen Heizens mit Holzöfen herausgearbeitet. Mithilfe der folgenden Gegenüberstellung finden Sie auf Krone.at heraus, ob dies auch für Sie in Frage kommt:

    Vorteile
  • Kostenfaktor: Bei optimalem Betrieb kann ein effizient genutzter Kaminofen mit Wärmespeicher und Wasseraufbereitung die Energiekosten erheblich senken.
  • Wohlfühlfaktor: Der Effekt, den das Flackern und Knistern eines prasselnden Kaminfeuers auf die Psyche hat, ist mit der Hauptgrund für die Beliebtheit von Kaminöfen.
  • Nachhaltigkeitsfaktor: Holz steht als nachwachsender Rohstoff praktisch unbegrenzt zur Verfügung. Der Gebrauch von Holz aus zertifizierter, nachhaltiger Forstwirtschaft trägt auf diese Weise zum Umweltschutz bei, denn Wälder regulieren das Klima maßgeblich und sind außerdem als öffentliche Naherholungsgebiete jedem Menschen zugänglich.
  • Faszination: Dass Feuer auf die meisten Menschen eine gewisse Faszination ausübt, ist wohl in unserer DNA festgeschrieben.
    Nachteile
  • Dreck: Ein Kaminofen muss für optimale Heizleistung regelmäßig gereinigt und gewartet, die Asche muss entsorgt werden und beim Betrieb entsteht unvermeidlich zusätzlicher Schmutz im Raum.
  • Arbeit: Alles, was an Holz verbrannt wird, muss gespalten und gelagert werden. Bereits gespaltene Scheite sind teuer, weshalb der Griff zur Axt oft nicht zu vermeiden ist.
  • Preis: Ein Kamin mit optimaler Feinstaubfilterung sowie maximal effizienter Luftzufuhr für vollständige Verbrennung und weniger Asche kostet mindestens zwischen 1.500 € und 2.500 €.

1.3. Wasserführender Ofen

Neben der Funktion als Wärmequelle für die Raumluft kann ein Kaminofen auch zur Warmwasseraufbereitung hinzugezogen werden. Hierbei wird die bei der Verbrennung ohnehin entstehende Wärme genutzt, indem mit Hilfe eines eingebauten Wärmetauschers Wasser erhitzt wird, das sich dann über Rohre im Haus verteilt und dort erneut Strahlungswärme abgibt. Aus der aufgewandten Energie für die Verbrennung wird hier also maximaler Nutzen gezogen.

1.4. Dauerbrandkaminofen

Ist der von Ihnen ausgewählte Kaminofen ein sogenannter Dauerbrenner, bedeutet dies, dass er vom Prüfinstitut dafür zertifiziert wurde, auch über mehrere Stunden im Heizbetrieb bleiben zu können, ohne dass Brennstoff nachgelegt werden muss. Er kann also zum Beispiel auch über Nacht betrieben werden. Da er vorrangig mit Kohle betrieben wird, ist er allerdings die deutlich umweltschädlichere Variante.

1.5. Speicherofen

Besteht der Kaminofen aus einem besonders speicherfähigen Material in der Nähe des Brennraumes, so hält er die bei der Verbrennung erzeugte Wärme auch noch lange, nachdem das Feuer erloschen ist und gibt Strahlungswärme an den Raum ab.

2. Worauf muss ich achten, wenn ich meinen Kaminofen einbaue?

gemuetliche atmosphaere durch kaminofen

Ein Kaminofen zaubert eine gemütliche Atmosphäre in Ihr Zuhause.

Einen Kaminofen selbst einbauen ist keine Raketenwissenschaft. Nicht zuletzt deswegen ist er so beliebt. Genaue Anleitungen dazu gibt es in der Regel vom Hersteller und im Internet. Hier auf Krone.at informieren wir Sie über die wichtigsten Schritte und Vorgaben, die Sie beim Einbau bedenken müssen.

Die Installation eines Kaminofens ist von Abständen bis Schornsteindurchmesser an einige Bedingungen geknüpft. Außerdem sollten die möglichen Risiken unbedingt bedacht werden. Ob Ihr Kaminofen eine Bodenplatte benötigt und von welchen Faktoren die Positionierung des Gerätes abhängt, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

2.1. Prüfung durch einen Schornsteinfeger

Voraussetzung ist, dass man sich vor dem Einbau von einem Schornsteinfeger beraten lässt, ob und wie ein Anschluss an den jeweiligen Schornstein überhaupt durchgeführt werden kann. Nach dem Einbau braucht man außerdem eine schriftliche Abnahme durch den Schornsteinfeger, damit gewährleistet ist, dass alles den Brandschutzvorschriften gemäß umgesetzt wurde.

2.2. Brandschutzvorgaben beim Einbau

Wichtig bei der Installation eines Kaminofens sind die Abstände, die unbedingt eingehalten werden müssen, die aber je nach Konstruktion des jeweiligen Geräts leicht variieren können. In der Regel sind aber mindestens 20 cm Abstand zu den Metallteilen und mindestens 80 cm zum Feuerraum bzw. den Glastüren des Kaminofens vorgegeben, um keine Brandgefahr für andere Bauteile oder Möbelstücke darzustellen.

Eine Bodenplatte unter dem Kaminofen ist außerdem Vorgabe, wenn der Untergrund, auf dem das Heizgerät stehen soll, aus einem nicht feuerfesten Material besteht. Ist dies der Fall, muss eine spezielle Feuerschutz-Bodenplatte her, die den Boden mindestens 50 cm vor und 30 cm neben dem Kamin bedeckt. Je nach gewünschter Optik kann der Kaminofen auch auf einer Glasplatte stehen.

Darüber hinaus ist es Vorschrift, eine bestimmte Länge des Ofenrohrs nicht zu überschreiten, was von verschiedenen Faktoren abhängt und gesetzlich geregelt ist. Hier stößt die ansonsten recht flexible Positionierung des Kaminofens also an ihre Grenzen.

3. Wie benutzt man einen Kaminofen?

Zum Anzünden des Kaminofens verwendet man am besten dünne Holzstücke, die man aus größeren Scheiten selbst spalten kann. Diese sollten nicht dicker als 1-2 Fingerbreit und unbedingt vollständig getrocknet sein. Um dies zu gewährleisten, empfiehlt es sich, immer eine Vorratsmenge an Anzündeholz in unmittelbarer Nähe des Ofens aufzubewahren.

Außerdem eignen sich runde Hölzer deutlich schlechter zum Anzünden des Kaminofens als eckige, da hier weniger Oberfläche im Verhältnis zum Volumen besteht und damit weniger Angriffsfläche für die entstehende Flamme.

Fehler beim Heizen mit Kaminöfen: Zu feuchtes Holz führt zu starker Rußbildung, die Ablagerungen im Ofenrohr verringern die Leistung und können einen Brand auslösen. Außerdem hat das Entsorgen von Abfällen im Kamin unangenehmen Gestank und einen erhöhten Feinstaubausstoß zur Folge. Dies gilt auch für Papier und Pappe. Die beliebten Anzündehelfer produzieren viel Asche und tragen zur Feinstaubbelastung bei.

4. Wie reduziere ich Feinstaub bei meinem Kaminofen?

kaminofen im winter

Der Kaminofen ist auch als Holzofen oder Schwedenofen bekannt.

Da Holz unter den richtigen Bedingungen als Brennstoff CO²-neutral ist, also bei seiner Verbrennung nicht mehr CO² in die Atmosphäre abgibt als es zum Wachstum aus ihr aufnimmt, galten Holzöfen lange Zeit als saubere Wärmequelle gegenüber ihren mit Gas oder Braunkohlebrikkets betriebenen Verwandten.

Mittlerweile ist jedoch klar: Nicht der CO²-Ausstoß ist das schädliche an der Holzverbrennung, sondern die nicht vollständig verbrannten Kleinstpartikel, die unter anderem in die Lunge geraten können und krebserregend sind. Kaminhersteller können sich freiwilligen Sonderprüfungen wie der DINplus unterziehen, die einen besonders geringen Feinstaub- und Abgasausstoß zertifizieren.

Kamine mit diesem Zertifikat sind allerdings teurer, weshalb mehr günstige Kaminöfen ohne ausreichenden Filter verkauft werden. Solche sollten unbedingt mit einem nachträglich einzubauenden Feinstaubfilter ergänzt werden. Mithilfe der folgenden Tabelle finden Sie auf Krone.at heraus, welche Arten von Filtern es gibt und welcher für Sie geeignet sein könnte.

Filtertyp Eigenschaften
Aktiver Feinstaubfilter
  • hohe Abscheidung des Feinstaubs von bis zu 90 %
  • regelmäßige Reinigung des Ofenrohrs notwendig
  • Stromanschluss erforderlich
  • Kosten von ca. 1.000 €, hinzu kommen Kosten für den Einbau, der von einer Fachperson durchgeführt werden muss
Passiver Feinstaubfilter
  • wandelt schädliche Stoffe in weniger schädliche und unschädliche um
  • muss alle 1-2 Jahre ausgetauscht werden, hinzu kommt regelmäßige Wartung
  • kein Stromanschluss erforderlich
  • bereits ab ca. 300 € erhältlich, kann selbstständig eingebaut werden

5. Welche gestalterischen Möglichkeiten gibt es?

5.1. Auswirkungen von Material und Design eines Kaminofens

Die geschlossene Heizkammer ist heutzutage in der Regel mit einer verglasten Tür ausgestattet, durch die das Feuer betrachtet werden kann. Diese gibt es in rechteckiger, aber auch runder oder ovaler Form, wovon das sonstige Design des Kaminofens maßgeblich bestimmt wird. Einige Modelle, häufig unter den Testsiegern bei Kaminöfen, sind nicht nur in der Tür, sondern auch seitlich mit Glasplatten oder sogar einem Prismaglas ausgestattet, was das Flackern des Feuers noch vielfältiger in den Raum wirft.

Maßgeblich für Gestalt und Effizienz des Kaminofens ist auch das verwendete Material des Korpus sowie der Verkleidung. Wegen seiner Strapazierfähigkeit standardmäßig als Korpusmaterial verwendet, können Stahl und Gusseisen auch gestalterisch ansprechend sein und werden so häufig für ein sehr leichtes und elegantes Design gewählt.

Andere Materialien mit mehr Masse, wie zum Beispiel Speckstein, Sandstein, gemauerter Naturstein oder Kacheln, bieten bei der Verkleidung von Kaminöfen im Vergleich deutlich mehr Wärmespeicherkapazität. Allerdings sind die porösen Gesteine laut Kaminofen-Tests deutlich schwieriger zu reinigen als eine Verkleidung aus Keramik beispielsweise.

5.2. Ein Kaminofen für den Garten

Da ein Kaminofen einfach freistehend sein kann und abgesehen von einem notwendigen Anschluss an einen Schornstein völlig autark funktioniert, kann man ihn problemlos im Garten positionieren.

5.3. Drehbarer Kaminofen

kaminofen in wohnzimmer

Kaminöfen sind leichter, handlicher und flexibler als fest eingebaute Kamine.

Wer es besonders flexibel mag und sein gemütliches Kaminfeuer gern von überall aus betrachten möchte, kann sich für einen drehbaren Kaminofen entscheiden. Diesen kann man einfach verstellen und hat das knisternde Feuer so immer im Blick.

Auf folgende Kriterien sollten Sie neben dem Preis und dem Design bei einer Kaufberatung oder Recherche unbedingt achten, um den möglichst besten Kaminofen zu finden:

  • Verarbeitung
  • Größe in cm
  • Gewicht in kg
  • Wärmeleistung in kW

Die Sieger des Kaminofen-Tests der Stiftung Warentest von 2020 haben beispielsweise eine Heizleistung von 6-7 kW, verfügen zu einem Großteil über Zusätze wie ein integriertes Fach für das Lagern von Holzscheiten oder ein Fach zum Warmhalten von Tee und fallen nicht selten in die Kategorie der Dauerbrandöfen. Einige der führenden Marken, die in Österreich vertrieben werden, haben wir auf Krone.at für Sie gesammelt:

  • Haas + Sohn
  • italiana camini
  • Acerto
  • La Nordica
  • Galdem
  • Kratki

6. Welche Fragen werden häufig im Zusammenhang mit Kaminöfen gestellt?

Einige Fragen, die häufig zu diesem Thema aufkommen, haben wir hier gesammelt.

6.1. Wie viel kW braucht mein Kaminofen?

Wenn Sie einen Kaminofen kaufen wollen, hängt die benötigte Wärmeleistung in kW davon ab, wie viel Raumvolumen Sie beheizen wollen, denn mit höherer Wärmeleistung und Speicherkapazität lassen sich größere Räume heizen. Auch kommt es darauf an, ob Sie primär oder sogar ausschließlich mit dem Kaminofen heizen wollen. In diesem Fall ist eine deutlich höhere KW-Zahl von Nöten als bei nur gelegentlichem Betrieb, der in erster Linie für Atmosphäre und Komfort gedacht ist.

6.2. Wie heiß wird ein Kaminofen?

Nachdem der Verbrennungsvorgang bei 300°C seinen Höhepunkt erreicht hat, steigt die Temperatur in der Heizkammer durch die daraufhin entstehenden Flammen auf 1.000° C bis 1.100° C an. Die Kohle verglüht anschließend in der sogenannten Ausbrandphase bei ca. 800° C. Um einen Kaminofen nicht zu überhitzen, was zu Verformung und Materialermüdung führen kann, sollte man unbedingt trockenes Holz verwenden (max. 18 % Feuchtigkeit) und die Heizkammer nicht zu vollstopfen. Außerdem empfiehlt es sich, nach dem Anfeuern nicht mehr allzu kleine Scheite zu verbrennen, da diese eine größere Hitze entwickeln.

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