Dass Bewegung nicht nur den Körper, sondern auch den Geist fit hält, gilt längst als erwiesen – doch es kommt auf die Art der Aktivitäten an. Wer sich viel bewegt, erkrankt insgesamt weniger an Demenz. Jedoch sollte es sich dabei um freiwillige Freizeitbeschäftigungen wie Wandern, Radfahren oder Sport handeln. Diese waren mit einem 24 Prozent geringeren Demenzrisiko verbunden. Auch körperliche Betätigung im Haushalt stellte sich als günstig heraus (Risikoreduktion um 15 Prozent).


Nicht so bei körperlich belastender Arbeit: Hier stieg das Demenzrisiko sogar um 20 Prozent – je mehr Belastung, desto höher die Gefahr! Am überraschendsten fiel aber der Befund für Menschen aus, die zu Fuß oder per Fahrrad in die Arbeit gelangen. Auch dieses „aktive Pendeln“ erhöhte das Risiko zumindest um 10 Prozent. Körperlich harte Arbeit kann sonstige Untätigkeit also nicht kompensieren, ganz im Gegenteil. Ausschlaggebend könnten Stress, geringe Autonomie, repetitive Abläufe oder Umweltfaktoren sein.
von Monika Erkinger