Einige Flughäfen in Österreich werden von internationalen Airlines nicht mehr oder stark reduziert angeflogen, da die Abgaben im Vergleich zu anderen Ländern zu hoch sind. Das wird stimmen. Airlines sind Wirtschaftsunternehmen und müssen kalkulieren. Nun fordern einige Landeshauptleute berechtigterweise eine Reduktion dieser Flug- und Flughafenabgaben. Dagegen regen sich wiederum aus dem links-grünen Milieu kommende Stimmen (z. B. in der Freitags-„Krone“), welche genau das Gegenteil verlangen, nämlich, dass Fliegen (wie Autofahren) teurer wird. Klar, generell und theoretisch wäre das ja gut für die Umwelt! Aber da offenbart sich meiner Meinung nach ein doppelter Denkfehler. Erstens: Eine solche Verteuerung müssten alle Airlines dann vornehmen, alle in der EU und außerhalb. Das wird sicherlich nicht passieren, somit würden jene Fluglinien und Airports, die hier agieren, an Konkurrenzfähigkeit weiter verlieren und immer mehr an den Rand gedrängt werden, Anzeichen gibt es ja jetzt schon. Da aber „weitergeflogen“ wird (somit stärker von Airports in Nachbarländern), werden andere Länder und Fluglinien dann diese Lücke schließen, vor allem asiatische, arabische, türkische, amerikanische und Billig-Airlines. Der Flugverkehr wird also dadurch nicht eingeschränkt, sondern bleibt gleich oder wird „verschoben“. Zweitens: Auch umweltmäßig wird sich eben nicht viel ändern, denn das Problem wird ja nur „verlagert“. Außerdem wäre, wenn nur Österreich diese Flug-Verteuerung machen würde, auch umweltmäßig der Sinn zu hinterfragen, denn bei einem Anteil von 0,2% am weltweiten CO₂-Ausstoß dürfte diese Einsparung in die Tausendstel oder Zehntausendstel gehen. Dafür aber treibt man heimische Unternehmen (Airlines, Flughäfen mit all ihrer Infrastruktur) in den Ruin. Ganz ähnlich (eine „Blaupause“), wie man es ja schon mit der Industrie und Wirtschaft gemacht hat.
Manfred Waldner, Fulpmes
Erschienen am Mo, 2.11.2026
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