Realistisch betrachtet, gibt es in unserem Rechtssystem keine Möglichkeit, gewalttätige Männer abzuschrecken, ihre Frauen, Ex-Frauen, Freundinnen oder zufällige Bekannte etc. brutal zu ermorden oder zu schänden. Es gibt keine Strafverschärfungen, es gibt nicht mehr als lebenslange Haft. Gequälte, unterdrückte Frauen scheuen zumeist aus welchen Gründen auch immer den Weg zu sozialen Schutzeinrichtungen. In einer Vielzahl der Berichterstattungen zu diesen Verbrechen scheinen „Männerehre“ und „verletzter Stolz“ als Tatmotive auf. Wäre es nicht einen Versuch wert, diese Verbrecher, die unschuldige Mädchen oder Frauen aus dem Leben reißen, ganze Familien lebenslang ins Unglück stürzen und eventuell in einer Gefängniszelle ihre grässliche Tat noch vor sich rechtfertigen, „ihrer Männlichkeit zu berauben“? Irgendwo sollte der Täterschutz enden!
Anton Kreitner sen., Wien
Erschienen am Sa, 4.11.2023
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