Neuer Trend bei Tätern

„Menschenscheue“ Einbrecher haben Keller im Visier

Kärnten
12.10.2026 05:00

Neue Vorsichtsmaßnahmen gegen Kriminelle werden notwendig, da sich Einbrecher immer stärker auf Keller und Kellerabteile bei Wohnanlagen konzentrieren. Der Grund: Viele wollen Konfrontationen mit Menschen vermeiden ...

Das Bild eines Täters, der im Schutz der Nacht auf der Suche nach Schmuck und Wertsachen Wohnräume durchwühlt, hat wohl jeder im Kopf, wenn es um das Thema Einbrüche geht. Doch die Realität sieht mittlerweile anders aus. Der „Trend“ bei Einbrechern geht zum Kellerabteil – in mehr als 50 Prozent der Fälle. Egal, ob in Einfamilien- oder Mehrparteienhäusern.

Einbrecher sind menschenscheu
„Wie wir aus Täterbefragungen wissen, gibt es sogar Einbrecher, die überhaupt nicht in Wohnräume einbrechen, weil sie keinesfalls Menschen antreffen wollen und jede Konfrontation vermeiden“, erklärt der Experte Armin Kaltenegger vom Kuratorium für Verkehrssicherheit. Die Täter wählen daher gezielt Kellerräumlichkeiten in größeren Wohnanlagen, weil dort das Entdeckungsrisiko geringer ist.

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Man sollte immer auch Einbruchsversuche anzeigen und nicht nur vollendete Einbrüche, weil das für die Erkennung von Tatserien sehr nützlich sein kann. 

Armin Kaltenegger, Experte beim Kuratorium für Verkehrssicherheit

Einbrüche in Wohnräume sinken sogar, machen nur noch rund 40 Prozent der Taten aus. Das macht auch neue Maßnahmen notwendig. „Bitte lagern Sie in Ihrem Keller keine wertvollen Gegenstände, verwenden Sie hochwertige Sicherheitsschlösser und machen Sie Ihr Kellerabteil blickdicht“, empfiehlt Kaltenegger. „Zudem sollte man immer auch Einbruchsversuche anzeigen.“

Das sei für die Erkennung von Tatserien sehr nützlich. Der Fokus liege aber auf der Prävention, da gerade bei Einbrüchen die Aufklärungsquote deutlich niedriger als bei anderen Delikten sei.

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