Eines vorweg, ich bin normalerweise absolut kein Fan von Frau Leonore Gewessler. Nur beim Saisonstart des Weltcups in Sölden, der alljährlich schon Ende Oktober über die Bühne geht, muss ich ihr ausnahmsweise recht geben. Dass nämlich auch der Oktober im Schnitt um vieles wärmer geworden ist, ist leider ein Faktum. Ein Start der Weltcupsaison schon in diesem Monat bei chronischem Schneemangel und warmen Temperaturen führt sich daher immer mehr ad absurdum. Leider gibt es immer noch Menschen, die den Klimawandel nicht wahrhaben wollen. Aber er findet tatsächlich statt, vor unseren Augen – mit einer sehr hohen Geschwindigkeit. Es wäre in diesem Fall ideal, auf Profi-Sportler und Klimatologen zu hören und den Saisonstart um einige Wochen nach hinten zu verlegen, anstatt auf die FIS zu hören. Diese will die Zeichen der Zeit und der Natur nicht verstehen und an einem von der Wettersituation her unsinnigen Termin festhalten, nur „weil es immer so war“. In Zeiten des Klimawandels werden wir alle noch viel mehr Flexibilität zeigen müssen, nicht nur beim Skifahren. Wir werden in Zukunft in vielen Belangen lernen müssen, mit dem Klimawandel zu leben, jedoch verhindern oder einbremsen können wir ihn nicht mehr, egal durch welche einschränkenden Maßnahmen auch immer, das muss uns klar sein.
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