Sahra Wagenknecht, die einstige Ikone der Linken, will nicht mehr – zumindest nicht mehr mit der Linken. Ihren Rückzug hat sie schon länger angekündigt. Jetzt will sie bis Anfang nächsten Jahres eine eigene Partei gründen. Den dafür nötigen Trägerverein Bündnis Sahra Wagenknecht, hat sie jüngst präsentiert. Eine Friedensbewegung, eine konservative Wirtschaftspolitik, eine linke Sozialpolitik und eine rechte Asylpolitik ohne jeglichen Extremismus und Radikalismus. So soll ihre neue Partei inhaltlich ausgerichtet sein. Ich halte das für ein neues politisches Angebot, das in vielen europäischen Ländern fehlt. Auch in Österreich gibt es das so immer noch nicht. Was mir für ein Kreuzerl bei einer Wahl noch fehlt, ist auch eine innovative Wirtschaftspolitik nahezu ohne russisches Gas, und eine ebenso verantwortungsbewusste wie zukunftstaugliche Umweltpolitik in realistischen Etappen. Sahra Wagenknecht wird bei Landtagswahlen in Deutschland auf jeden Fall erste Erfolge einfahren. Danach muss auch sie den Beweis antreten, wie ernst es ihr mit den Inhalten ist und wie glaubwürdig und vertrauenswürdig sie ist.
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