Die Diskussionen um das Thema Schutzhundeausbildung erreichen derzeit die Schlagzeilen. Jetzt – nachdem etwas ganz Schreckliches passiert ist. Es muss, leider, immer erst was Schlimmes passieren. Seit Jahrzehnten lebe ich durchgehend mit Hunden an meiner Seite, war beruflich Hundesitterin und sehr viele Jahre Pflegerin von Hunden in einem Tierheim. Bis heute kann ich mir die Frage nicht beantworten, welche Ambitionen jemanden dazu bringen, mit seinem treuen Gefährten eine Ausbildung wie diese zu absolvieren. Damit uns der Hund im Notfall beschützt? Der Hund erkennt Gefahren schon lange vor uns, er wird uns beschützen, das nennt sich Instinkt. Um ihn ausreichend zu beschäftigen? Da gibt es genügend andere Möglichkeiten, die Hund und Halter viel mehr Spaß machen. Hunde fühlen, wenn wirklich Gefahr droht. Beim Schutzhundetraining droht keine Gefahr, da werden sie nur gedrillt. In den Wahnsinn getrieben, um in diesen Ärmel zu beißen. Womit sie lernen, dass es erwünscht ist, fest zuzubeißen. Bei Situationen, die sie an dieses Training erinnern. Nicht um ihre Menschen zu verteidigen, für die sie ohnehin durchs Feuer gehen würden. Sondern um zu vollziehen, was diese Menschen sie lehrten. Wofür?
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