Nicht nur Sportreporter greifen bei Sportübertragungen gerne auf sprachliche Wendungen mit kriegerischem Hintergrund zurück, auch wir im Alltag benutzen viele Ausdrücke aus der Militärsprache. Speziell in der Sparte „Fußball“ wird verteidigt, gestürmt, alles in die Schlacht geworfen, an vorderster Front gekämpft, und auf den Rängen herrscht Bombenstimmung. Die Spieler müssen mit dem Trainer einen guten Schlachtplan entwerfen, sich am Riemen reißen, ihre Stellung halten und für alle Fälle gerüstet sein, sonst werden sie beim Marsch vom Spielfeld mit unangenehmen Fragen bombardiert und sind dann erst recht so am Boden zerstört wie die Flieger im Weltkrieg. Die Kriegsschauplätze dieser Welt sollten Grund genug sein, bei der Wortwahl etwas abzurüsten. In vielerlei Hinsicht müssen wir uns neu erfinden, wer aber macht den Anfang? Vielleicht die Spieler der österreichischen Fußballnationalmannschaft auf ihrem erfolgreichen Weg zur Europameisterschaft. Und die Moral von der Geschicht: Kriegesworte zählen nicht, brennt im Wort das Friedenslicht.
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