Der Chef des Institutes für höhere Studien spricht sich dafür aus, das Pensionsantrittsalter auf 67 anzuheben. Er vermisse eine Diskussion über das, so seine Aussage, generöse Pensionssystem. In dieser Form sei es künftig ohne Reformschritte nicht finanzierbar. Umgehend sprechen sich sowohl die politischen Parteien als auch die Pensionsverbände gegen Anpassungen aus. Auch in der Bevölkerung will kaum jemand darüber diskutieren, ist doch der frühestmögliche Pensionsantritt in unserem Land ein höchst erstrebenswertes Lebensziel. Der wichtigste Schritt zur Sicherung der Pensionen wäre die Hebung des praktischen Antrittsalters, das derzeit bei rund 62 Jahren liegt. Die jährlich hohen Gelder für die Pensionen aus dem laufenden Budget fehlen in allen anderen Bereichen, wie Gesundheit oder Bildung. Da die Menschen später ins Erwerbsleben einsteigen, die Lebenserwartung steigt und die Pensionshöhe ein angemessenes Leben abseits der Armut gewährleisten soll, besteht dringende Anpassungsnotwendigkeit. Das wird ohne intelligente Strukturänderung nicht gehen. Soll das bestehende Umlageverfahren für Pensionen zukunftstauglich sein, muss jetzt darüber diskutiert werden, welche Maßnahmen dazu nötig sind. Alle Parameter und die demografische Entwicklung zeigen den dringenden Handlungsbedarf. Um die Nachfolgegeneration und das Staatsbudget nicht zu überfordern und die Pensionen abzusichern, muss frühzeitig darüber diskutiert werden, wie das geschehen soll und was gemacht werden muss. Das bestehende Pensionssystem ist, so der IHS Chef, generös, und über die Absicherung sei zu diskutieren. Ein vernünftiger Denkanstoß, der unaufgeregt aufgenommen werden soll.
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