Dass das Finanzministerium unbestritten eine der wichtigsten Abteilungen im Staate verkörpert und daher aufgrund dessen seine Angestellten relativ gut entlohnt, mag jedem Bundesbürger durchaus einleuchten. Nun gibt es aber auch in anderen Berufssparten tüchtige und erfolgreiche Mitarbeiter, die oftmals, allerdings nur bei einem positiven Betriebsergebnis ihrer Firma am Gewinn beteiligt werden und daher zu Recht Bonuszahlungen erhalten. Dass das heurige Budget ein Milliardenloch in Höhe von ca. 20 Milliarden Euro aufweist, ist sicherlich nicht von den damit betrauten Beamten zu verantworten. Tatsache bleibt jedoch, dass die Bilanz dieses Ministeriums ein kräftiges Minus zu verzeichnen hat und deshalb aus kaufmännischer Sicht keinerlei Bonuszahlungen an irgendjemanden gerechtfertigt sind. Dessen ungeachtet schüttet Finanzminister Magnus Brunner an seine Mitarbeiter großzügig den erheblichen Betrag von 200.000 Euro als Gratifikationen aus. Proteste der Opposition werden wie meist bei ähnlichen Fällen in der Politik mit dem Vorliegen einer „zugegebener Maßen schiefen Optik“ entkräftet, in Wahrheit könnte man hier durchaus über eine mutmaßliche Veruntreuung von Steuergeld diskutieren.
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